Auszeichnung
Stolze Preisträger mit starken Projekten

Schüler der Kirchheimer Alleenschule und der Karl-Erhard-Scheufelen Grund- und Werkrealschule Lenningen zählen zu den diesjährigen Gewinnern des Landespreises der Werkrealschule. 

Elda, Aurora, Rina und Esra (von links) von der Kirchheimer Alleenschule wurden für ihren „Herzensbaum“ ausgezeichnet. Foto: Katja Eisenhardt

Auf dem großen Plakat, das Aurora, Elda, Rina und Esra gemeinsam gestaltet haben, ist ein Baum voller roter Herzen zu sehen, auf denen schöne und motivierende Gedanken und Zitate zu lesen sind. Die vier Neuntklässlerinnen der Kirchheimer Alleenschule gehören mit ihrer Projektarbeit zum Themenbereich „Akzeptanz und Vielfalt“ zu den Preisträgerinnen des diesjährigen Werkrealschulpreises des Landes. 17 Werkreal­schulen wurden damit ausgezeichnet. „Wir haben alle mit einbezogen, sind in die Klassen gegangen und haben Gedanken und Zitate gesammelt. Wir wollen mit dem Projekt das Gemeinschaftsgefühl an der Schule stärken“, erklären Rina und Esra die Intention. Ihren „Herzensbaum“ haben die Neuntklässlerinnen während der Projektwoche gestaltet und beim Wettbewerb eingereicht. Es ist nicht das erste Mal, dass eine Projektgruppe der Alleenschule unter den Preisträgern ist. Drei Projekte wurden in der diesjährigen Runde eingereicht.

Gesundheit im Fokus

Die zweite Gruppe Preisträger kommt aus Lenningen: Emra, Dalal und Ivan besuchen die zehnte Klasse an der Karl-Erhard-Scheufelen Grund- und Werkreal­schule Lenningen und wurden für ihr Projekt zu den Themen „Prävention und Gesundheitsförderung“ ausgezeichnet. Auch im vergangenen Schuljahr habe die Schule an der Ausschreibung des Landespreises der Werkrealschule teilgenommen, berichtet Schulleiterin Theresa Breier. „Damals wurden wir aber nicht nominiert. Das ist also dieses Jahr die erste Auszeichnung.“

Lenniger Preisträger: Ivan Papazov, Theresa Breier (Schulleiterin), Corinna Geltz (Klassenlehrerin), Emra Ličina und Dalal Šabanić (v.l.). Foto: pr

Die Themenwahl der Projektgruppe hält sie für eine sehr wichtige: „Stressbewältigung und Resilienzförderung sollten meines Erachtens zentrale Themenfelder im Schulalltag sein. Wir sehen unsere Aufgabe nicht nur in der Wissensvermittlung, vielmehr wollen wir die Kinder und Jugendlichen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung unterstützen und ihnen Werkzeuge im Umgang mit Stress und Belastungen an die Hand geben.“ Im Zuge ihres rund zehnwöchigen Projekts beschäftigten sich Emra, Dalal und Ivan mit der Frage, wie man besser auf die eigene körperliche und seelische Gesundheit achten kann. Dazu organisierten sie verschiedene Aktionen wie ein Kickbox-Training in der Kampfsportakademie Kirchheim oder eine Pilates-Einheit im Unterricht mit einer Trainerin an der Schule. Auch die gesunde Ernährung rückte in den Fokus. Zudem gestaltete das Trio eine Motivationswand mit schönen Bildern, positiven Sprüchen und motivierenden Nachrichten für ihre Mitschüler. „Wir haben das Thema ‚Prävention und Gesundheitsförderung‘ gewählt, weil das jeden betrifft, in unserem Fall vor allem auch in der stressigen Prüfungsvorbereitungszeit“, erklären die drei Preisträger. Mehr Bewegung, Pausen und eine gesunde Ernährung könnten dem Stress und seinen gesundheitlichen Folgen vorbeugen: „Wir wollten etwas machen, das anderen helfen kann“, sagt Ivan. 

Zur Preisverleihung ging es nach Stuttgart. Dort stand ein Besuch des Porsche-Ausbildungszentrums und ein Treffen mit den Preis-Paten auf dem Programm, zu denen die Porsche AG zählt. „Das war richtig spannend und die Verleihung für uns etwas Besonderes. Wir sind stolz darauf, unter den Preisträgern zu sein“, sind sich die Schülerinnen und Schüler der Kirchheimer und Lenninger Werk­realschulen einig.

 

Der Werkrealschulpreis

An der Ausschreibung teilnehmen können Schülerinnen und Schüler der Abschlussklassen neun und zehn an Werkrealschulen. 17 Werkrealschulen im Land wurden dieses Jahr ausgezeichnet.

Die Projekte befassen sich mit den Leitperspektiven des Bildungsplans. Die Themen gehen über die fachlichen Inhalte hinaus und dienen als Orientierung für zentrale Lebenskompetenzen, darunter die Bildung für nachhaltige Entwicklung, Toleranz und Akzeptanz von Vielfalt, Prävention und Gesundheitsförderung, berufliche Orientierung, Medienbildung und Verbraucherbildung sowie Demokratiebildung.

Preis-Paten sind die Akademie für Innovative Bildung und Management Heilbronn-Franken GmbH, die Porsche AG und die Stiftung Würth.