Bissingen. Revierförsterin Julia Usenbenz hat dem Bissinger Gemeinderat den Forstbetriebsplan 2025 vorgestellt. So sei im Bissinger und Ochsenwanger Wald ein Holzeinschlag von insgesamt 1420 Festmetern vorgesehen. „Von 2023 bis 2032 ist ein Einschlag von gesamt 14.000 Festmetern geplant, der Hiebsatz 2025 ist im jährlichen Soll. Gesamt liegen wir aktuell bei 21 Prozent“, so Julia Usenbenz. Die Durchforstung finde auf 22,5 Hektar Waldfläche statt. Nachdem der Baumbestand im Bissinger Wald überaltert sei, werde eine gezielte Verjüngung im Bereich der älteren Bestände umgesetzt, sprich, der Holzeinschlag findet überwiegend dort statt. Die Summe der Bäume, die dem Wald jährlich entnommen werden, ergibt sich aus der Summe von beschädigten Bäumen und planmäßigem Einschlag.
Wie vielerorts ist der Bestand mit Herausforderungen wie dem Eschentriebsterben, Schädlingsbefall sowie klimatischen Auswirkungen wie Trockenheit oder Stürmen konfrontiert. „Im Bissinger Wald haben wir neben dem Eschentriebsterben aufgrund des Borkenkäferbefalls in den letzten Jahren einen labilen Fichtenbestand und so aktuell mit 830 Festmetern vom geplanten Gesamteinschlag eine relativ hohe Schadholzmenge“, berichtete Julia Usenbenz. Ein Teil sei bereits neu aufgeforstet worden und gut angewachsen. „Wir hatten das Problem, dass aufgrund des vielen Regens 2023 die typischen Spuren des Befalls an den Fichten nicht so leicht erkennbar waren, so dass die Bäume nicht rechtzeitig entnommen werden konnten“, so Usenbenz.
„Bis 2032 sollen insgesamt 4,6 Hektar Kulturen mit Mischbaumarten angepflanzt werden. Bis zum Jahresende 2025 liegen wir hier bei neun Prozent“, erklärte die Försterin. Pro Jahr müssten im Schnitt rund 0,5 Hektar neu angepflanzt oder verjüngt werden, rechnete sie vor. Sobald die gewünschte Mischung gefährdet ist, muss die bedrängte Baumart geschützt und die Vielfalt erhalten werden, damit am nicht nur noch eine Baumart übrig bleibt. Diesen aktiven Eingriff nennt man Mischwuchsregulierung. Sie soll den Wald zukunftsfähig machen.
Im Forstbetriebsplan 2025 stehen aktuell geplanten Erträgen von 101.500 Euro Ausgaben von 105.000 Euro gegenüber, was derzeit einen Fehlbetrag von 3500 Euro zur Folge hat. Zu den Einnahmequellen zählt der jährliche Brennholzverkauf. In Bissingen steht der Versteigerungstermin noch in diesem Jahr am Montag, 4. November, im Feuerwehrhaus an. Für Ochsenwang wird der Termin fürs kommende Jahr noch bekanntgegeben. Einstimmig gab es für den Forstbetriebsplan 2025 vom Gemeinderat jetzt grünes Licht.

