Planung
Was sich der Ohmdener Bauhof wünscht

Die Mitarbeiter des Gemeindebauhofs in Ohmden blicken auf das Jahr zurück und planen schon die Projekte und Anschaffungen für die Zukunft. Auf die Wunschliste des Bauhof-Teams hat es nicht nur ein Dreiseitenkipper geschafft. 

Damit die Mitarbeiter des Bauhofs ihre Arbeit effektiv erledigen können, haben sie benötigte Anschaffungen aufgeführt. Foto: Carsten Riedl

Die Mitarbeiter des Ohmdener Bauhofs hatten das Jahr über einiges zu tun – Bauhofsleiter Roland Blum gibt einen Überblick: „Alles kann ich nicht aufführen, das würde den Rahmen sprengen.“ In den ersten Monaten des laufenden Jahres stand an den drei Gemeindebächen der Uferrückschnitt auf dem Programm. Bis Ende Februar mussten zudem Bäume und Sträucher gestutzt werden. Der Winterdienst sei mit 24 Kontrollfahrten und 17 Streutagen relativ ruhig und gut zu bewältigen gewesen. 

Die Pflege von Park- und Inselanlagen, der drei Kindergärten, des Friedhofs und des Bergwalds gehört nach Blums Worten zu den wichtigsten Aufgaben der Bauhofmitarbeiter und hat deshalb einen Großteil der Zeit in Anspruch genommen. „Alle Bänke im Dorf wurden außerdem geschliffen und neu eingelassen.“ Diverse Räume mussten entrümpelt und gestrichen werden. Geflüchtete wurden in andere Wohnungen verlegt und neue Unterkünfte eingerichtet. 

Illegale Müllentsorgung

„In diesem Jahr kam es zu vermehrten illegalen Müll- und Sperrmüllentsorgungen im Gemeindegebiet“, stellt der Bauhofsleiter fest. Die Gegenstände wurden von den Mitarbeitern eingesammelt und sachgemäß entsorgt. Feldwege wurden saniert. Mit dem Bagger wurden Gräben freigelegt, Rückhaltebecken und Bachdurchläufe an den Uferzonen frei gebaggert und gesäubert. Zudem sei bereits damit begonnen worden, auf den Verkehrsinseln im Ort neue Erde einzuarbeiten, um diese anschließend mit klima- und trockenheitsresistenten Pflanzen zu bestücken. 

„Die neu angeschaffte Wildkrautbürste wurde gut eingesetzt“, sagt Roland Blum. Der Wunsch der Bauhofsmitarbeiter nach einem Dreiseitenkipper – der bei der Haushaltsdebatte im Frühjahr vom Gemeinderat nicht bewilligt wurde – sei in den letzten Monaten nicht schwächer geworden und regelmäßig bei der Arbeitsbesprechung am Morgen angemerkt worden. 

Die oberste Priorität steht fest

So ist es wenig verwunderlich, dass sich die Mitarbeiter an erster Stelle einen Dreiseitenkipper wünschen. Seit der letzten Haushaltsdebatte, so Blum, haben sie sich die Mühe gemacht, jede Zusatzfahrt, die sie wegen des fehlenden Anhängers machen müssen, zu notieren. Die zusätzlichen Dieselkos­ten und die benötigte Arbeitszeit würden dafür sprechen, diesen anzuschaffen – nach zwei, drei Jahre müsste sich dies bereits rechnen, sagt Blum. Der Bauhofsleiter gibt auch zu bedenken, dass die Wartungsarbeiten für den Traktor mit zunehmenden Fahrten steigen würden. Roland Blum ist sich sicher: „Der Bauhof könnte mit einem Dreiseitenkipper leichter und effektiver arbeiten.“ 

Es folgt der Wunsch nach einem Gabelstapler: Die Sandsäcke, die bei einem Hochwasser zum Einsatz kommen, sitzen im Schwerlastregal auf dem Gelände des Bauhofs. Im Katastrophenfall müssen die Säcke auf ein Fahrzeug verladen werden – mit der Ameise des Bauhofs gelinge das aufgrund des unebenen Untergrunds jedoch schlecht, erklärt Roland Blum. Der Vorschlag des Bauhofs: einen gebrauchten Gabelstapler zu besorgen. Ratsmitglied Alexander Haas hakt nach, ob ein Radlader nicht besser geeignet wäre – sei er doch wesentlich vielseitiger einsetzbar. Auch Michael Wagner glaubt, dass durch einen Radlader im Endeffekt noch Kosten gespart werden könnten, wenn etwa für die Instandhaltung von Feldwegen keine externen Unternehmen mehr beauftragt werden müssten. Blum bestätigt: „Ein Radlader wäre natürlich das i-Tüpfelchen.“ 

Eine Waschmaschine muss her 

Ein Teil der Arbeitskleidung dürfe, so Roland Blum, aus hygienischen Gründen nicht mehr zu Hause gewaschen werden – deshalb benötige der Bauhof eine Waschmaschine. Ein Teil der Arbeitskleidung soll dennoch in die Wäscherei gehen. „Dort werden die Leuchteffekte der Arbeitskleidung auf ihre Funktionsfähigkeit hin überprüft.“ Die eigene, nicht farbige Kleidung soll dann in der Maschine in den Räumen des Bauhofs gewaschen werden – das sei günstiger, als die gesamte Kleidung wegzugeben. Im Gemeinderat kommt die Frage auf, ob nicht auch ein Trockner gebraucht wird. Es gebe zwar warme Räume, wo die Wäsche zur Not auf Leinen trocknen könne, zu einem Trockner würden die Mitarbeiter aber nicht Nein sagen, betont Blum.

Zudem benötigt der Bauhof ein weiteres Schwerlastregal, ein neues Laubblasgerät, einen Hochdruckreiniger, drei neue Hundekotstationen und drei neue Müll­eimer für das Gemeindegebiet. Daniela Haible Lutz bitte um die Erstellung einer Prioritätenliste, falls der Gemeinderat aufgrund der angespannten Haushaltslage nicht alles genehmigen kann.