Kinderbetreuung
Weilheim setzt den Spatenstich für die zweite Natur-Kita

Mit zwei Holzbauten nach Hepsisauer Vorbild investiert die Stadt weiter in sein Angebot für junge Familien und deren Nachwuchs.

Sie haben den Spaten für die neue Natur-Kita in die Hand genommen (hinten, v. l.): Architekt Paolo von Hagenow vom Büro and Office, Bürgermeister Johannes Züfle, vom Gemeinderat Rainer Bauer, Karola Bernauer, Jesse Burgmann und Ilse Fischer, Stadtbaumeister Jens Hofmann, Sachgebietsleiterin Kita und Schulen Ulrike Schmid sowie (vorne, v. l.) von der Firma Holzbau Gamper Bauleiter Lukas Schlosser und Betriebsleiter Tim Garschke. Foto: Carsten Riedl

Weilheim. Klappe, die Zweite: Nach der Eröffnung der neuen Natur-Kita im Teilort Hepsisau geht es in Weilheim weiter mit dem Ausbau der Infrastruktur für die Kinderbetreuung. Nun hat die Stadt auch den Spatenstich für die zweite Natur-Kita gesetzt. Die markante runde Holzbauweise findet im Weilheimer Kernstadtgebiet sogar gleich zwei Nachahmungen. Als geeigneter Standort wurde eine Fläche am Kirchheimer Weg nahe des Bogenschützenplatzes und der Tennisanlagen gefunden.

 

Kosten liegen bei 1,6 Millionen

Rund 1,6 Millionen Euro nimmt die Stadt für die beiden Rundbauten aus Holz in die Hand, die baugleich mit der Kita in Hepsisau sind. Die Fertigstellung der neuen Natur-Kita ist für das Frühjahr 2025 geplant, hier werden Kinderbetreuungsplätze für bis zu 40 Kinder ab drei Jahren geschaffen.

Die runde Holzbauweise hat sich in Hepsisau bewährt und ist eigentlich aus einer gescheiterten Idee entstanden. Ursprünglich sollte im Weilheimer Teilort ein Jurtenkindergarten entstehen. Bei den Planungen war man von Kos­ten in Höhe von rund 700.000 Euro ausgegangen. Doch das Projekt wurde immer teurer: Mitte 2023 lagen Kostenschätzungen in Höhe von 1,6 Millionen Euro pro Jurte vor. Aus der (finanziellen) Not machte Weilheim eine Tugend und suchte bei Holzbaubetreiben nach einer alternativen Lösung für die Natur-Kita und wurde fündig: So wurde aus der Jurte ein runder Holzbau mit 14 Metern Durchmesser. Der Gruppenraum ist ebenfalls rund und hat eine Fläche von etwa 50 Quadratmetern.

 

Platz für 20 Kinder pro Bau

Anders als bei der ursprünglich geplanten Jurte wird es kein geneigtes, zeltähnliches Dach geben. Stattdessen ist ein festes, zweistufiges Dach mit Glas-Oberlichtern vorgesehen, das üppig begrünt wird und eine Photovoltaik-Anlage beherbergt. Insgesamt bietet die Kita Platz für 20 Kinder. Kurios: Diese Maßanfertigung ist entscheidend günstiger als das Jurten-Modell. Das Hepsisauer Unikat gefiel dann den Eltern und Erzieherinnen so gut, dass der Gemeinderat beschloss, die zweite Natur-Kita in der Weilheimer Kernstadt nach demselben Muster und in doppelter Ausführung zu bauen. zap/pm