Freizeit
Weilheim will einen Pumptrack

Die Stadt will den Wunsch vieler Jugendlichen nach einer neuen „Rollsportanlage“ erfüllen. Einige Gemeinderäte sorgen sich wegen der Kosten.

So wie auf dem Bikepark in Kirchheim sollen sich künftig in Weilheim die Kids miteinander messen.  Archivfoto: Tobias Tropper

Vorbild Kirchheim und Hepsisau: Für rund 280.000 Euro will die Stadt Weilheim einen Pumptrack neben der Lindach-Sporthalle. Der Wunsch der Jugendlichen im Städtle ist schon etwas älter und datiert aus einer Befragung im Rahmen des Jugendforums im Jahr 2023. Insgesamt seien 179 Fragebögen ausgefüllt worden, berichtet Bürgermeister Johannes Züfle im Gemeinderat. Das Ergebnis damals war eindeutig: Die Rollsportanlagen müssen erneuert werden. Die vorhanden Anlagen, so heißt es in der Sitzungsvorlage, sind am „Ende ihrer Nutzungsdauer“ angekommen – oder wie es die Jugendlichen vielleicht formulieren würden: „Runtergerockt“. Das trifft auch auf den älteren Bikepark am Tennisheim und dem Stadion zu. Der „Naturtrack“ mit seinen Erdhügeln ist zunehmend zugewuchert.

Nun soll es zwischen Lindachsporthalle und Fußball-Kleinfeld also einen Pumptrack geben, eine befestigte Buckelpiste für Mountainbikes und andere Rollsport-Geräte. Diese kompakte Version eines Bikeparks ist ein platzsparendes Konzept, um Zweiräder sportlich nutzen zu können, und auch für weniger versierte Fahrerinnen und Fahrer geeignet. Die Holzkonstruktion in Hepsisau gilt ebenfalls als Pumptrack und erfreut sich bereits großer Beliebtheit. Im Gegensatz dazu soll der künftige Weilheimer Pumptrack asphaltiert sein und kaum sichtbare Erhebungen haben. „Wie eine Wanne im Gelände“, erklärt Johannes Züfle. 

 

„Dann müssen wir was machen“

Auch wenn unter den Mitgliedern des Weilheimer Gemeinderates grundsätzlich Bereitschaft für die Errichtung eines solchen Freizeitangebotes bestand – wie es in der Sitzungsvorlage heißt: „Alternativen zur Digitalisierung der sportlichen Welt der Kinder und Jugendlichen schaffen“ –  ist der neue sportliche Treffpunkt doch kostenintensiv. Rainer Bauer (UWV) meldete daher Bedenken an: „Die Idee ist nicht schlecht, aber eine Freiwilligkeitsleistung in Höhe von 300.000 Euro bei dieser Haushaltslage – da muss man vorsichtig sein.“

Bei der SBV hat man sich über die Sitzungsvorlage gefreut: „Wenn wir die Kinder schon beteiligen, dann müssen wir auch etwas machen.“ Außerdem sei es wichtig, Kindern Möglichkeiten zu schaffen, sich draußen zu betätigen.

Daher hat das Gremium unter dem Vorbehalt zugestimmt, dass der Verband Region Stuttgart das Projekt mit mindestens 20 Prozent fördert. Mit der Entscheidung über die Förderung rechnet die Stadt bis zum März 2026.