Gastronomie
Zieht der Schwanen in Neckartailfingen an die Neckarallee?

Schwanen-Inhaber Jochen Heilemann erwägt, das Gasthaus in der Ortsmitte aufzugeben.

Der Schwanen-Biergarten in Neckartailfingen. Foto: Ralf Just

Neckartailfingen. Der Neckartailfinger Gemeinderat hat die Weichen für die geplante Errichtung eines Restaurants mit Biergarten an der Neckarallee gestellt. Auf dem Festplatz befindet sich seit 2020 der provisorische Schwanenbiergarten, der 640 Sitzplätze bietet und eine befristete Betriebserlaubnis hat. Jochen Heilemann, Inhaber des Gasthauses Schwanen und Betreiber des Schwanenbiergartens, hat gegenüber der Verwaltung signalisiert, das Schwanen-Restaurant in der Nürtinger Straße 18 mittelfris­tig nicht weiterführen zu wollen.

Vor diesem Hintergrund führte die Verwaltung mit ihm und mit Mitinvestor Josef Oswald erste Gespräche über eine dauerhafte gastronomische Nutzung des Festplatzes, die aus Sicht der Gemeinde eine städtebauliche Aufwertung des Areals darstelle. „Es ist eine Kombination aus Restaurant und Biergarten angedacht“, sagte Neckartailfingens Bürgermeister Wolfgang Gogel im Gemeinderat.

Jochen Heilemann, selbst Mitglied im Gemeinderat, erklärte seine Beweggründe: „Wir haben im Schwanen einen erheblichen Inves­titionsbedarf, der uns nicht wirtschaftlich erscheint. Mit dem angedachten Restaurant mit Biergarten an der Neckarallee könnten wir unser Restaurant ganzjährig betreiben.“ Das Restaurant solle jedoch nicht direkt auf dem Festgelände, sondern an der Neckaralleeseite in Richtung Ortsmitte entstehen.

Mitinvestor Josef Oswald verspricht sich von dem Restaurant mit Biergarten neue Impulse für die Gemeinde: „Ich bin überzeugt, dass das Projekt wertvoll für Neckartailfingen wird und den Zusammenhalt in unserer Gemeinde weiter fördert.“ Die Architektur des möglichen Neubaus soll sich an der bestehenden Festhalle ausrichten. Oswald und Heilemann präsentierten der Versammlung erste Entwürfe mit ein- und zweigeschossiger Bauweise. Bei der eingeschossigen Bauweise ist ein Flächenbedarf von 638, bei der zweigeschossigen von 455 Quadratmetern vorhanden. „Der flache Bau wäre architektonisch charmanter und baulich besser zu gestalten“, so Oswald.

Bei der Präsentation handle es sich um eine erste Konzeption, bei der es noch Fragen zu klären gebe, so Bürgermeister Gogel. Die Aufstellung eines Bebauungsplans sei erforderlich, ebenso Untersuchungen hinsichtlich Naturschutz, Verkehr, Immissionen und Erschließung. Am Ende stimmten alle Gemeinderäte dem Beschluss­antrag zu.