Investition
Zuverlässige Lichtquelle für Fußballer

Die Flutlichtmasten auf dem Kunstrasenplatz in Dettingen werden auf LED-Lampen umgestellt. Die alten Lichter sind regelmäßig kaputt, weswegen ein Spiel auf der Kippe stand. 

Die Tage der alten Flutlichtlampen für den Kunstrasenplatz in Dettingen sind gezählt. Künftig können die Sportler unter LED-Strahlern über den Platz fegen. Foto: Carsten Riedl

Es sind finanziell schwierige Zeiten. Aber die Gemeinde ist Eigentümerin des Platzes, auch wenn die Sportfreunde die Hauptnutzer sind“, sagte Dettingens Bürgermeister Rainer Haußmann, als es um die Flutlichtanlage für den Kunstrasenplatz ging. Die Abteilung Fußball der Sportfreunde Dettingen (SFD) hat den Antrag gestellt, die Flutlichtmasten mit LED-Lampen umzurüsten. Immer wieder fällt am ein oder anderen Masten das Licht aus. Das hat auch Auswirkungen auf den Vereinsbetrieb – es gab schon Ausfallzeiten.

„Den teuersten Sport für die Gemeinde betreibt der Schwimmverein – der Schützenverein und der Tennisclub sind Eigentümer ihrer Anlagen“, relativierte Rainer Haußmann die Kosten und warb für die Investition: „Wir wollen das packen. Die LED-Lampen haben eine längere Haltbarkeit – und sind funktionsfähig.“ Knapp 3000 Euro betrugen die Stromkosten im vergangenen Jahr, die die Fußballabteilung des Vereins an die Gemeinde bezahlte.

„Eine Lampe war länger kaputt, weil der Fehler nicht gefunden wurde. Pro Lampentausch muss man mit Kosten zwischen etwa 650 und 900 Euro rechnen, denn es braucht einen Steiger“, führte Markus Hack, Amtsleiter der Bauverwaltung, aus. Weil der Zahn der Zeit an den Lichtern nagt, seien sie störanfällig. „Einmal stand ein Spiel auf der Kippe – die Lampen sind einfach nicht mehr zeitgemäß“, lautete sein Fazit.

Insgesamt geht es um sechs Masten, die rund 15 Meter hoch sind und weiterhin stehen bleiben. „Die Sportfreunde wollen einmalig einen Kostenanteil von 15.000 Euro übernehmen“, erklärte Kämmerer Jörg Neubauer, der mit Kosten von insgesamt etwa 45.000 Euro für die LED-Umstellung rechnet. Darin enthalten sind auch die „erforderlichen Begleitmaßnahmen“ wie beispielsweise Blitzschutz. „Die Gemeinde spart nichts. Mit Sponsoren ist es auch schwierig, weil im nächsten Jahr der Teckboten-Pokal stattfindet – jetzt kommt es zum Schwur“, stimmte Rainer Haußmann die Gemeinderäte auf die Abstimmung ein. 

„Wir haben schon ein bisschen rumdiskutiert, denn wir haben im Vorfeld nicht mit diesem Antrag gerechnet. Im Wesentlichen profitiert die Fußballabteilung. Wir haben deshalb schon ein bisschen Bauchweh, uns aber dazu durchgerungen zuzustimmen“, sagte Andreas Hummel für die CDU/FWV-Fraktion. Weniger Bedenken hatte Bastian Maiwald, der als SF-Mitglied offen sagte: „Ich bin subjektiv beteiligt. Wir haben  etwa 260 Kinder und Jugendliche und knapp 30 Betreuer – und eine Flüchtlingsmannschaft.“ 

„Wir haben auf dem Rasenplatz schon LED-Beleuchtung. Wie ist da die Erfahrung? Gab es da Störungen?“; interessierte Rainer Löw. Die kurze Antwort von Markus Hack: „Nichts. Es leuchtet.“

Die Abstimmung für die LED-Umstellung fiel am Ende eindeutig aus. Alle Gemeinderäte stimmten der Investition zu.