Kommunalwahl 2019

Hallenbad-Neubau vor 2030 gefordert

Kommunalwahl SPD-Kandidaten halten fehlendes Geld für ein vorgeschobenes Argument.

Kirchheim. Die Kirchheimer SPD will im neu gewählten Gemeinderat Druck machen für einen baldigen Neubau eines Hallenbads für den Kirchheimer Bedarf am Standort Freibad. „Jetzt wurde lange genug geredet. Es muss nun rasch in eine konkrete Planung eingestiegen werden, damit der Neubau noch vor 2030 realisiert werden kann“, verlangt SPD-Fraktionschef Marc Eisenmann. Rückenwind bekomme ein solches Projekt auch durch die breite Unterstützung in der Bevölkerung. Das hätten die SPD-Gemeinderatskandidaten bei vielen Gesprächen im Kommunalwahlkampf erfahren.

Fehlendes Geld hält Stadtrat Stefan Gölz für ein vorgeschobenes Argument. „Die Finanzlage der Kommunen insgesamt wie auch der Stadt ist so übel nicht, und die Zinsen verharren weiter auf einem Tiefstand. Das ist die Zeit für sinnvolle Zukunftsinvestitionen, nicht fürs Warten auf den Sankt Nimmerleinstag mit einer wieder schlechteren Kassenlage“, macht er seine Position klar. Ein neues Hallenbad müsste aus Sicht der SPD-Gemeinderatskandidaten in der Hoheit der Stadtwerke liegen. „Wir wollen diese auf einen erweiterten Bäderbetrieb umstellen und als integrierte Stadtwerke organisieren“, erklärt Gölz. Die laufenden städtischen Investitionen ins Dettinger Hallenbad wollen die Sozialdemokraten „in enger Abstimmung mit der Gemeinde Dettingen“ auf den Prüfstand stellen.

Die Kirchheimer SPD, auf deren Liste mit Marc Eisenmann, Stefan Gölz, Isabella Thurner, Moritz Hönig, Torsten Schnittker und Mathilde Maier mehrere Kandidaten im Sport an vorderster Front engagiert sind, hält vor allem auch den ehrenamtlichen Einsatz für unverzichtbar. „Ohne die vielen Ehrenamtlichen, die in ihrer Freizeit mit Herzblut für ihren Sport bei der Sache sind, hätten wir nicht dieses vielfältige, bunte Angebot in unseren Vereinen, das Kirchheim als Sportstadt so attraktiv macht“, ist Mathilde Maier überzeugt.

Dieses Ehrenamt müsse auch von städtischer Seite nach Kräften unterstützt werden. Die SPD-Kandidaten halten es deshalb auch weiterhin für falsch, sport- und kulturtreibende Vereine mit einer Betriebskostenbeteiligung finanziell zu belasten. „Wir halten es für einen ersten Schritt mit Signalcharakter, dass wir für dieses Jahr die Betriebskostenbeteiligung aussetzen konnten“, betont Stadtrat Arne Knoblauch aus Nabern.

Als Partner des Sports will die Kirchheimer SPD im neuen Gemeinderat die Kooperation der Vereine fördern, einen Kirchheimer Sportpass einführen, Sportflächen in einer bedarfsgerechten Größenordnung bereitstellen und Freiflächen für Spielplätze und Bewegungsräume entwickeln. „Über allem aber steht unsere Absicht, die Sportentwicklungsplanung gemeinsam mit den Sporttreibenden und ihren Vereinen zu aktualisieren“, kündigt Moritz Hönig an.pm

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