Kommunalwahl 2019

Strom künftig auch selber herstellen

Gemeinderat Die Fraktion der CDU/FWV Dettingen hat gemeinsam mit Bürgern zwei innerörtliche Wasserkraftwerke besichtigt.

Dettingen. Die Gemeinderatsfraktion der CDU/FWV Dettingen hat Bürger zur Besichtigung zweier innerörtlichen Wasserkraftwerke und zum Kennenlernen der Kandidaten für die Gemeinderatswahl eingeladen. Reinfried Kirchner, der Betreiber der Wasserkraftanlage, vermittelte den Besuchern einen Einblick in die Funktionsweise seines E-Werks. Bevor im Jahre 1870 der Lauterkanal errichtet wurde, trieb ein über sechs Meter großes Wasserrad eine Säge- und eine Gipsmühle an. 1908 wurde dieses durch eine Turbine ersetzt. Die erzeugte Energie wurde bis zum Jahr 1950 zum Betrieb der Maschinen in der Tuchfabrik genutzt. Der Schaltschrank sowie die Turbinen aus der Anfangszeit sind inzwischen durch moderne Technik ersetzt. Die Qualität der historischen Messinstrumente sowie die gusseiserne Ausführung der Turbinenschaufeln waren für die Teilnehmer ein Beleg deutscher Wertarbeit.

Seit der Umrüstung der Schaltanlage im Jahr 2007 läuft der Betrieb nahezu störungsfrei und weitestgehend automatisch. Je nach Wasserzulauf werden große oder kleine Turbine oder beide zusammen geschaltet. Pro Jahr werden so etwa 250 000 Kilowattstunden an Strom erzeugt. Da die Wohnung der Familie über dem Maschinenraum liegt, konnte man sich früher zwar durch die Wärmeabgabe der damaligen Generatoren über kostengünstige Fußbodenheizung freuen, hat aber auch unter den ständigen Vibrationen gelitten. Inzwischen konnte die Wohnqualität durch entsprechende Umbaumaßnahmen erhöht werden.

Beim abschließenden Umtrunk fand ein Austausch zu Themen der Kommunal- und Umweltpolitik statt. Die Teilnehmer waren sich einig, dass hier mit moderner Technik und der seit Generationen bewährten Methode, Wasserkraft zu nutzen, ein Weg zur abgasfreien und ressourcenneutralen Energiegewinnung beschritten wird.pm

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