19 Mädchen und Jungs bei Bissinger Feuerwehr – „Engagement verdient große Anerkennung“
Nachwuchsmangel ist ein Fremdwort

Zu deutlich weniger Einsätzen mussten 2010 die Bissinger Feuerwehrleute ausrücken. Dies ist jedoch kein Grund, die Beine hochzulegen. Für 2011 wurden weitere wichtige Aus- und Fortbildungen angesetzt, die allen zugute kommen.

Bissingen. Mit einem Rückblick auf 2010 startete Gesamtkommandant Bernhard Greiner die Hauptversammlung. Durch die Berichte erhielten alle Anwesenden einen Einblick in das Geschehen rund um das Feuerwehrleben und die Aktivitäten im vergangenen Jahr.

Jürgen Merkle berichtete über die Einsatz- und Personalstatistik und betrachtete die Einsätze, Einsatzarten und Qualifizierungsmaßnahmen. Die Veränderung belegen auch die Zahlen des Jahres 2010 im Vergleich zu 2009. So wurde die Wehr 2010 13 Mal zu Einsätzen gerufen (2009: 25 Einsätze). Sie leistete 2010 244 Einsatzstunden (2009: 679) und musste acht Mal am Tag anrücken und fünf Mal in der Nacht (2009: 18 Tages- und sieben Nachteinsätze).

Heutzutage wäre eine aktive Freiwillige Feuerwehr ohne die Alterswehr kaum denkbar. Wie ihr Vertreter Herbert Braun berichtete, leistete sie mit 500 Stunden freiwilliger Kameradschaftsarbeit beim Umbau und der Erhaltung des Feuerwehrgebäudes sowie der Jugendfeuerwehrräume, des Fuhrparks, bei der Hydrantenkontrolle und in vielen anderen Bereichen ihren Beitrag für das Gemeinwohl Bissingens.

Nachwuchsmangel ist bei der Bissinger Feuerwehr ein Fremdwort. So blickt Armin Holder, Leiter der Jugendfeuerwehr, vertrauensvoll in die Zukunft, denn er kann auf insgesmat 19 junge Floriansjünger zählen. Inzwischen wechselten sieben von der Jugendfeuerwehr zur aktiven Feuerwehr.

Neben der Ausbildung fördern die zahlreichen Gemeinschafts-Veranstaltungen der Jugendfeuerwehr, wie Handballturnier, Wanderpokal, Vereins-Pokalschießen und vieles mehr, Teamgeist und die persönliche Entwicklung.

Bürgermeister Wolfgang Kümmerle betonte die wichtige Arbeit und das soziale Engagement der Feuerwehren Bissingen und Ochsenwang. Die geleisteten Stunden der freiwilligen Helfer und die damit verbundenen weitreichenden Aufgaben der Feuerwehrangehörigen verdienten große Anerkennung, ebenso die Arbeit der Alterswehr. Ihre Leistungen entlasteten eine Gemeindekasse immens.

Auch der stellvertretende Kreisbrandmeister, Jürgen Burkhard, unterstrich die Qualität der geleisteten Arbeit der Feuerwehrangehörigen und wusste das erstklassige Zusammenspiel und die Verbundenheit mit dem Deutschen Roten Kreuz und der Polizei zu schätzen.

Einmal Feuerwehr – immer Feuerwehr. Das bestätigten die vielen Ehrungen, Beförderungen und jahrzehntelangen Zugehörigkeiten zur Freiwilligen Feuerwehr. Für 25-jährige Tätigkeit in der Feuerwehr geehrt wurden Rainer Balz und Bernd Feller. Für 40 Jahre Dienst in der Wehr ausgezeichnet wurde Helmut Sieger, und seit einem halben Jahrhundert der Feuerwehr gehören Fritz Grünzweig, Heinz Beck und Alfred Blocher an, die dafür geehrt wurden.

Keine Veränderung gab es bei der Wahl der Bissinger Führungsriege: Alter und neuer Abteilungs- und Gesamtkommandant ist Bernhard Greiner. Sein Stellvertreter in Bissingen ist Armin Holder, und stellvertretender Gesamtkommandant bleibt Alexander Gölz.

Im Anschluss an die Wahlen verabschiedete die ehemalige und aktuelle Führung der Freiwilligen Feuerwehr Bissingen und Ochsenwang ihren langjährigen Bürgermeister Wolfgang Kümmerle und bedankte sich für eine über zwei Jahrzehnte währende konstruktive Zusammenarbeit.rpr