Dettingen. Erst im September hatte der junge Forstoberinspektor das Revier von Karl-Hans Sablowsky übernommen. „Ich bin froh, dass das Landratsamt hier eine nahtlose Nachfolge möglich gemacht hat“, betonte Forstamtsleiter Felix Reining.
Und gleich zum Auftakt steht dem „Neuen“ im Revier eine große Aufgabe bevor: In Kürze wird Fischer den neuen Zehn-Jahres-Plan für den Dettinger Wald auf den Weg bringen, der auch für die Entwicklung des Waldes in den kommenden Jahren Orientierung gibt. Dabei spielen insbesondere Ökologie und Nachhaltigkeit sowie der Erholungswert eine gewichtige Rolle. Im neuen Jahr werde er den neuen Zehn-Jahres-Plan im Gremium vorstellen, kündigte Fischer an.
Bevor er in die Zahlen und Fakten für das kommende Jahr einstieg, ließ er zunächst das Jahr 2012 Revue passieren. Der frisch gesetzte Klimaschutzwald im Dettinger Forst habe sich gut entwickelt. In der Fläche habe es nur wenige Ausfälle gegeben. Positives vermeldete der Forstoberinspektor auch zum Waldlehrpfad, der von den Waldbesuchern großen Zuspruch erhalte. Hier könne er sich für die Zukunft eine Erweiterung um einige erlebnispädagogische Stationen vorstellen, die insbesondere für Kinder interessant seien. Vor allem aber werde er das ehrenamtliche Engagement der Dettinger für ihren Wald aufgreifen und die von Sablowsky begonnene Zusammenarbeit mit den Vereinen fortsetzen, unterstrich Fischer.
Den Betriebsplan für 2013 hatte der neue Revierförster noch zusammen mit seinem Amtsvorgänger ausgearbeitet. Insgesamt sei für das kommende Wirtschaftsjahr eine Holzernte von rund 1 570 Festmetern auf 21,3 Hektar Fläche geplant. 545 Festmeter Nadelholz sollen dabei im Dettinger Gemeindewald geschlagen werden und 655 Festmeter Laubholz. Den größten Teil davon macht mit 350 Festmetern das Brennholz aus – eine sichere und stabile Einnahmequelle für den Dettinger Forst. Hier werde man die Preise nicht forcieren, kündigte Reining an. „Brennholz soll bezahlbar bleiben.“
Jungbestandspflege ist aus Sicht des Fachmanns auf einer Fläche von rund acht Hektar notwendig. Insbesondere die Sturmflächen, die „Lothar“ im Dettinger Wald hinterlassen hatte, beanspruchen in den kommenden Jahren besondere Aufmerksamkeit, um hier die richtigen Weichen für die Weiterentwicklung des Waldes zu stellen. Auch bei der Kultursicherung gibt es im Gemeindeforst einiges zu tun: Hier wird im kommenden Jahr eine Fläche von insgesamt 13,2 Hektar bearbeitet.
In Zahlen ausgedrückt erwartet Fischer für 2013 Einnahmen in Höhe von 63 300 Euro. Diesen stehen Ausgaben von rund 58 200 Euro gegenüber. Mit 1 500 Euro ist darin die Pflege der wichtigen Erholungswege berücksichtigt. Weitere 1 000 Euro dienen der Verkehrssicherheit entlang der Spazierwege durch den Dettinger Wald. Unter dem Strich bleibt somit ein Plus von 5 100 Euro.
