Gemeinde Dettingen investiert 254 000 Euro – Kein neuer Standort
Neue Halle für Bauhof

Der Dettinger Bauhof erhält eine neue Halle zum Unterstellen von Maschinen und Fahrzeugen. Das Gebäude aus Holz soll im Jahr 2014 gebaut ­werden.

Dettingen. Im Jahr 2006 musste der marode Lagerschuppen des Bauhofs abgebrochen werden. Nun sollen die Bauhofmitarbeiter ein neues Nebengebäude erhalten. Dieses soll 18 Meter lang und 18 Meter breit werden und über ein Pultdach verfügen. Außerdem ist im Innern eine Zwischendecke vorgesehen. „Das Gebäude ist eine reine Holzkonstruktion, die auf einer Betonplatte ruht“, erläuterte Roland Sigel vom Dettinger Architekturbüro Sigel im Gemeinderat.

Die Halle solle nicht gestrichen werden, sondern naturbelassen bleiben. Die Kosten liegen voraussichtlich bei rund 254 000 Euro. Hinzu kommen etwa 78 000 Euro für Tiefbauarbeiten am Hof des Bauhofareals. Diese sollen nach der Fertigstellung der Halle und nach dem Abschluss der Modernisierungsarbeiten am benachbarten Kindergarten Regenbogen – also voraussichtlich im Jahr 2015 – erfolgen.

Wie Kämmerer Jörg Neubauer berichtete, können die Kosten in Höhe von 254 000 Euro gestemmt werden – unter anderem deshalb, weil die Kreisumlage 2014 geringer ausfalle als bisher geplant. Außerdem habe die Gemeinde mittlerweile die Straßenbeleuchtung von der EnBW erworben; hierfür habe man den Planansatz im Vermögenshaushalt nicht ausschöpfen müssen.

„Bei der Halle handelt es sich nicht mehr um ein Provisorium, wie ursprünglich angedacht“, gab Hermann Pölkow (SPD) zu bedenken. Ihm sind die Kosten für das Nebengebäude am seiner Meinung nach falschen Standort ein Dorn im Auge. Insgesamt 332 000 Euro in einen städtebaulich ungünstigen Standort zu investieren, der sich viel besser für eine Wohnbebauung eignen würde, hält er für falsch – zumal irgendwann auch das Hauptgebäude des Bauhofs saniert werden müsse. „Wir sollten grundsätzlich über den Standort des Bauhofs reden“, sagte Pölkow.

„Der Gemeinderat hat einen Grundsatzbeschluss gefasst“, erinnerte Bürgermeister Rainer Haußmann. Demnach bleibe der Bauhof dort, wo er ist. Ein neuer Standort wäre zwar schön, ergänzte der Rathauschef. „Aber ich halte ihn nicht für finanzierbar.“ Die anderen Gemeinderäte sahen dies genauso. „Als wir den Standort des Kindergartens Regenbogen beschlossen haben, war für mich klar, dass der Bauhof ebenfalls dort bleibt“, sagte beispielsweise And­reas Hummel (CDU/FWV).

Die Gemeinderäte sprachen sich schließlich mehrheitlich für den Bau der neuen Halle am bisherigen Standort des Bauhofs aus.