Dettingen. Die neue Lagerhalle ist dringend erforderlich, betonte Bürgermeister Rainer Haußmann in der vergangenen Sitzung des Gemeinderats. Im Jahr 2006 war das frühere Nebengebäude des Bauhofs abgebrochen worden. Die dort gelagerten Materialien wurden anschließend auf zwei Standorte an der Schlossgasse 4 und der Kirchheimer Straße 31 verteilt. Der Lagerstandort Schlossgasse wurde mittlerweile ebenfalls abgebrochen, und das Gebäude an der Kirchheimer Straße soll demnächst folgen.
Die neue Halle soll eine Grundfläche von 432 Quadratmetern haben und am Standort des früheren Nebengebäudes errichtet werden. Im Haushalt bereitgestellt sind für das Vorhaben 120 000 Euro, sagte Kämmerer Jörg Neubauer gegenüber dem Teckboten. „Diese werden allerdings nicht ausreichen.“ Man werde nun eine Entwurfsplanung ausarbeiten lassen, dann werden genauere Kosten vorliegen, ergänzte der Kämmerer.
Die Bauhofmitarbeiter erhalten darüber hinaus einen Radlader und einen Mobilbagger. Die Gemeindeverwaltung und die Räte waren sich darin einig, nicht mehr – wie bisher – auf ein Kombigerät aus beiden Fahrzeugen zu setzen. Denn ein solches habe sich in der Praxis nicht als optimal erwiesen. Verfüge man über beide Fahrzeuge, könnten die Bauhofmitarbeiter parallel an zwei unterschiedlichen Standorten arbeiten.
Diskussionen gab es beim Thema Mobilbagger. Vor allem Rainer Kuhn (Freie Wählergemeinschaft) störte sich daran, den Mobilbagger zu kaufen. Er plädierte stattdessen dafür, ihn bei Bedarf anzumieten. „Den Bagger benötigt der Bauhof etwa zwei Monate im Jahr“, sagte Kuhn. Die restlichen zehn Monate würde das Gerät ungenutzt herumstehen – und dadurch „nicht besser werden“. Miete man den Bagger hingegen, „haben wir immer ein einwandfreies Fahrzeug“. Das bestätigte Andreas Hummel (CDU/Freie Wählervereinigung).
„Fakt ist, dass dieses Gerät spontan gar nicht zu kriegen ist“, gab Bürgermeister Haußmann zu bedenken. Im Katastrophenfall, zum Beispiel bei Hochwasser, sei der Bagger dann nicht verfügbar. Zwar dürfte die Miete wirtschaftlich günstiger sein als der Kauf, dennoch müsse man für den Notfall gewappnet sein.
Diese Ansicht teilten schließlich sechs Gemeinderäte, die für den Kauf des Mobilbaggers stimmten. Bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme von Rainer Kuhn wurde der Verwaltungsvorschlag angenommen. Geprüft wird nun, ob – sowohl für den Mobilbagger als auch für den Radlader – günstigere Vorführ- oder Gebrauchtfahrzeuge mit möglichst wenigen Betriebsstunden erhältlich sind.
