Mit einem Festakt und einem anschließenden Tag der offenen Tür wurde die Bildungs-Kita im Doschler am Freitagnachmittag offiziell eingeweiht
Neues Angebot erfüllt alle vorgegebenen Erwartungen

Erfolgreiche Werbung in eigener Sache machte die Kindertagesstätte im Doschler. Bei der Einweihung begeisterten die Kita-Kinder mit dem Lied „Wir singen vor Freude“ und ein Tag der offenen Tür bot Gelegenheit, sich selbst ein Bild der Bildungs-Kita zu machen.

Kirchheim. Gesamtleiter Harald Gerhardt, Einrichtungsleiterin Inge Starzmann und Kita-Leiterin Angelika Kütemeyer stellten sich vor und führten durch die Feierstunde der Einrichtung mit Ganztagesbetreuung für Kinder von sechs Monaten bis zum Schuleintritt.

Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker bestätigte der „in Windeseile“ entstandenen CJD-Kindertagesstätte, dass sie „sich sehen lassen“ könne und das Ratsgremium durch seine gelungene Einpassung in den Bestand und die pädagogische Konzeption überzeugt habe. Angelika Matt-Heidecker ist dankbar, dass bei der Stadt und freien Trägern mit insgesamt 399 Plätzen eine Versorgungsquote von 41 Prozent erreicht werden konnte.

Ulrich Bubeck, CJD-Direktor der Region West, betonte die Bedeutung von Kindern als Botschafter einer Welt, „die wir alle nicht mehr erleben“ und unterstrich wie wichtig es ist, sich mit ihren Perspektiven auseinanderzusetzen. Kindertagesstätten sind für ihn Wohlfühlorte, an denen Kinder sich frei entfalten können und gefördert werden.

Urs Kaiser, Leiter der Abteilung Kinder- und Jugendhilfe des CJD, erläuterte das Bildungsverständnis der Einrichtung. 155 000 junge und erwachsene Menschen werden jährlich an über 150 Standorten von 9 500 hauptamtlichen Mitarbeitern gefördert, begleitet und ausgebildet. Das Spektrum reicht dabei von früher Hilfe bis zur Betreuung in schwierigen Lebenslagen.

Ziel ist es, Wege zu öffnen, aber die Freiheit zu achten, Neugierde gebührend zu fördern und Gemeinschaft zu gestalten. Ausgangspunkt ist dabei, dass jedes Kind ein Recht auf seine Einzigartigkeit hat, so angenommen wird, wie es ist und im Mittelpunkt des pädagogischen Handelns steht. Erkannte Stärken können gut gefördert werden, wenn die Kinder in ihren Aktionen und Bedürfnissen auch ernst genommen werden.

Urs Kaiser unterstrich die Bedeutung von Alltagsgegenständen als wichtige Träger des Wissens der Welt und regte an, beispielsweise über eine „Wissens-Vitrine“ Bildungserlebnisse zu schaffen. Da das Befragen von Dingen unabhängig davon sei, ob die passenden Worte schon bekannt sind, schaffen Berührungen wichtige Erfahrungen, die lebenslang wieder abrufbar sind. Haptisches Greifen wird damit zu mentalem Begreifen.

Im Anschluss an Urs Kaisers Ausführungen über die an christlichen Werten orientierten Grundlagen der pädagogischen Betreuung, informierte Architekt Matthias Bankwitz über das „in Holz-Modulbauweise und damit weitgehend witterungsunabhängig, schnell, ökologisch und gesund“ erstellte Gebäude. Die Landtagsabgeordneten Karl Zimmermann (CDU) und Andreas Schwarz (Die Grünen) gratulierten dazu, dass es gelungen ist, die Vorgaben des Rechtsanspruchs mit der erreichten Quote von 41 Prozent sogar noch zu übertreffen. Dekanin Renate Kath lud mit Blick auf das gemeinsame Ziel, eine bunte Zukunft zu gestalten, zu einer noch engeren konfessions- und institutionsübergreifenden Kooperation und einem noch engeren persönlichen Austausch ein.

Anschließend hatten alle Gelegenheit, sich die neuen Räume und das Gelände anzuschauen. Dass Eltern hier nicht einfach vorfahren können, um die Kinder schnell vor der Tür abzugeben, macht die einzigartige Qualität der „Kita im Doschler“ aus. Sie ist vom Parkplatz aus nur über eine Fußgängerbrücke zu erreichen . . .