Holzmaden. „Holzmaden gestern & heute.“ So lautet der Titel des 24 Jahre alten Standardwerks, das in zahlreichen Holzmadener Haushalten zu finden ist und auch im Schulunterricht noch regelmäßig zum Einsatz kommt. Weil die Ortschronik aus dem Jahr 1987 jedoch vergriffen ist, stellte sich schon seit Längerem die Frage: „Nachdruck oder Neuauflage?“ Jetzt ist die Entscheidung gefallen: Holzmaden bekommt ein völlig neues Heimatbuch.
„Geplant ist ein informativer und unterhaltsamer Farbbildband unter dem Motto: Holzmaden im Wandel der Zeit“, beschreibt Holzmadens Bürgermeister Jürgen Riehle. In dem Buch sollen historische Bilder aktuellen Fotos gegenübergestellt werden und
Landschaften, Straßenansichten, Gebäuden und Personen gegenübergestellt werden. Die Texte dazu sollen zwar Inhalte vermitteln, aber nicht allzu lang und gut lesbar sein. „Das alte Heimatbuch kann nach wie vor seinen Dienst tun“, weist Jürgen Riehle darauf hin, dass der neue Bildband die alte Ortschronik mit ihrem historischen Schwerpunkt nicht ersetzt, sondern vielmehr ergänzt.
Erscheinen soll das neue Heimatbuch im kommenden Jahr. Bis dahin hat die Arbeitsgruppe, die sich zusammengefunden hat, noch alle Hände voll zu tun. Mit dabei im Arbeitskreis sind nicht nur Bürgermeister Jürgen Riehle, Pfarrer Andreas Taut und die Gemeinderäte Gert Hauschild und Michael Thiehoff. An der Entstehung des Buchs arbeiten auch interessierte Bürger mit, von denen einige auch schon an der ersten Ortschronik beteiligt waren.
Wenn es nach Jürgen Riehle geht, darf der Arbeitskreis aber durchaus noch wachsen: „Alle, die Lust haben, können mitarbeiten“, betont der Rathauschef. Es gebe keine Verpflichtung, ständig mit von der Partie zu sein. Auch sporadische, lockere Mitarbeiter seien erwünscht. Gefragt sind zudem all diejenigen, die noch alte Geschichten, Postkarten, Fotos, Urkunden und historische Unterlagen in petto haben.
Zur Finanzierung des neuen Heimatbuchs sind bereits 5 000 Euro in den Haushalt der Gemeinde eingestellt. Auch der Erlös des vorweihnachtlichen „Singens und Musizierens unter dem Weihnachtsbaum“ in Höhe von 900 Euro kommt dem Bildband zugute.
