Lokales
Oberstes Gebot:
Hygiene beachten

„Hygiene beachten“ lautet die wichtigste Botschaft der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) im Zusammenhang mit EHEC-Infektionen. Mit gründlichem Händewaschen ist schon viel gewonnen.

Irene Strifler

Kirchheim. Sorgfältige Hände- und Lebensmittelhygiene senken laut einem aktuellen Bürgerinformationsblatt der BZgA das Ansteckungsrisiko mit EHEC-Infektionen deutlich. Empfohlen wird regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife für 20 bis 30 Sekunden, gefolgt von sorgfältigem Abtrocknen. Weiter wird dazu geraten, rohes Gemüse und Obst zu schälen oder zumindest gründlich zu waschen. Wer ganz auf Nummer

s

icher gehen will, kann auf gekochtes Gemüse ausweichen. Eine Temperatur von 70 Grad und eine Kochzeit von mindestens zehn Minuten machen den EHEC-Erregern garantiert den Garaus. Zu den Selbstverständlichkeiten gehört außerdem, rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln zu lagern und zuzubereiten. Dabei sollen auch verschiedene Bretter und Messer benutzt werden, die jeweils nach Kontakt mit Lebensmitteln gründlich gereinigt werden müssen.

„Küchenhygiene ist das A und O“, fasst auch Dr. Gerhard Stehle zusammen, Amtsleiter für Veterinär- und Lebensmittelüberwachung im Landkreis Esslingen. Sein Amt führt derzeit verstärkt Untersuchungen durch. Zwar glaube man nicht, im Kreis fündig zu werden, doch: „Hundertprozentige Sicherheit kann es nicht geben.“ Ohnehin gehe man davon aus, dass die Gastronomen die normale Hygienepraxis befolgten. Darüber

hinaus hat das Amt keine weiteren Richtlinien erlassen. Wenn irgendwo komplett auf Rohkost verzichtet werde, geschehe dies auf Eigeninitiative. „Wir haben natürlich nichts dagegen, wenn das Salatblatt auf dem belegten Brötchen durch eine saure Gurke ersetzt wird“, meint Stehle. Für den norddeutschen Raum warnt das Robert-Koch-Institut generell davor, rohe Tomaten, Gurken und Salate zu essen. Foto: Jean-Luc Jacques