Die Gunst der Stunde zu nutzen, ist ein wichtiges Gebot der Politik. Nichts anderes tat Oberbürgermeisterin Angelika Matt-Heidecker gestern beim Besuch von Regierungspräsident Schmalzl: Er sagte ihr prompt auf Nachfrage zu, die geänderten Planungen für die Bahntrasse Wendlingen-Ulm erneut öffentlich auszulegen.
Irene Strifler
Kirchheim. Matt-Heidecker sprach noch drei weitere Punkte an, an denen die Stadt der Schuh drückt. So erneuerte sie den Vorstoß in Richtung Nachtfahrverbot für Lkws speziell auf der L
1200, die Ötlingen durchquert und regelmäßig bei Bürgersprechstunden im Ötlinger Rathaus Anlass zur Klage gibt. Schmalzl sagte zu, dass das Problem im Regierungspräsidium erneut thematisiert werde. Allerdings warnte er vor zu hohen Erwartungen auf der Strecke, die bekanntlich auch eine wichtige Umleitungsstrecke für die Autobahn darstellt. Gegen die Gesetzeslage könne die Verwaltung nun mal nicht verstoßen. Dennoch sei eine gewisse Beweglichkeit gegeben.
Weiter kam die Stadtchefin auf die überlastete Autobahn-Ausfahrt „Ki-West“ zu sprechen. „Wir brauchen einen besseren Anschluss an unser Gewerbegebiet“, insistierte Matt-Heidecker. Im Kruichling werde gerade viel verkauft und gebaut, außerdem stehe das Gewerbegebiet Hegelesberg in den Startlöchern. Zeitnah solle der Ausbau von Ki-West erfolgen, denn dabei handle es sich um einen echten Wirtschaftsfaktor.
Zuletzt verlieh die Oberbürgermeisterin ihrer Hoffnung auf gute Nachrichten für die Gießnauhalle Ausdruck. Hier wurden zum wiederholten Male Fördergelder beantragt, ohne die die Stadt das angestrebte Bauprojekt nicht schultern kann. Johannes Schmalzl vertröstete die Wartenden auf Ende April. Bis dahin werde die politische Entscheidung gefallen sein.
