TÜV. Vielen Cabrio- oder Oldtimer-Fahrern ist ihr heiß geliebtes Gefährt zu schade oder zu unpraktisch, um damit durch den Winter zu kutschieren. Um das Fahrzeug am besten zu überwintern, wird empfohlen, es an einem trockenen, frostfreien und gut belüfteten Ort abzustellen, das Fahrzeug gründlich innen wie außen zu reinigen und Gummidichtungen mit speziellen Gummipflegestiften zu behandeln, legt Alexander Bausch von TÜV SÜD den Eigentümern ans Herz.
Korrosion vorbeugen
Wenn das Fahrzeug noch über einen Stahltank verfügt, sollte randvoll getankt werden, um Korrosion vorzubeugen. Ratsam ist bei Otto-Motoren zudem die Befüllung mit einer Benzinsorte über 100 Oktan und ein Kraftstoffstabilisator. Das wirkt der Alterung des Treibstoffs entgegen und erhöht die Zündwilligkeit im nächsten Frühjahr. Bei Diesel-Fahrzeugen wirken die Additive Bakterienwachstum entgegen. Die Batterie sollte abgeklemmt und an ein Erhaltungsladegerät angeschlossen werden.
Ruheversicherung beantragen
Wird das Fahrzeug abgemeldet, kann die Versicherung während der Winterpause häufig in Form einer Ruheversicherung beitragsfrei weiterlaufen. Dies sollte man beim Versicherer beantragen. Voraussetzung ist jedoch, dass das Fahrzeug in der Garage oder innerhalb eines abgeschlossenen Grundstücks steht. Es wird geraten, die Termine für die Haupt- oder die Abgas-Untersuchung nach Möglichkeit nicht in den geplanten Stilllegungszeitraum fallen zu lassen, da sich die Wiederzulassung sonst wesentlich umständlicher gestaltet. Mit erhöhten Kosten bei der Hauptuntersuchung ist jedoch nicht zu rechnen, da der abgemeldete Zeitraum nicht als Überziehung gezählt werden kann. Wer also einen Termin im Dezember hätte, aber das Fahrzeug erst ab April wieder fahren will, kann zwar Schwierigkeiten mit der Polizei bekommen, muss aber erst ab Juni mit einem Bußgeld und ab Juli mit einer erhöhten HU-Gebühr rechnen, rät Bausch. Bleibt das Fahrzeug angemeldet, muss der Termin für die HU eingehalten werden.
Erforderlichen Pflegearbeiten
Vor der winterlichen Pause sind einige Pflegearbeiten erforderlich. Dazu gehört die gründliche Reinigung des Fahrzeugs innen und außen , am besten ergänzt durch eine Unterboden- und Motorwäsche. Das Cabrioverdeck sollte mit klarem Wasser gesäubert und hartnäckige Flecken nach Herstellerempfehlung entfernt werden. Für die Gummidichtungen wird empfohlen, diese mit speziellen Gummipflegemitteln aus dem Autofachhandel geschmeidig zu halten. Um eine gute Durchlüftung des Innenraums zu gewährleisten, sollten lose Bodenbeläge und Kofferraummatten entfernt und die Fenster einen Spalt breit offen gelassen werden. Der TÜV SÜD-Fachmann empfiehlt zudem, Motoröl und Ölfilter zu wechseln und den Frostschutz im Kühlwasser sowie in der Scheibenwaschanlage zu überprüfen. Der Luftdruck der Reifen sollte um 0,5 bar erhöht oder das Fahrzeug aufgebockt werden. Eine Plane kann das Fahrzeug zusätzlich vor Staub schützen. Es wird außerdem darauf hingewiesen, darauf zu achten, dass der Lagerort frei von Nagetieren und anderen Schädlingen ist, die Kabel und Polster beschädigen könnten , und ab und an nach dem Rechten zu schauen.

