Weilheim. Johannes Züfles Fazit nach der einjährigen Planungszeit fiel äußerst positiv aus: „Wir haben viel gelernt und eine gute Balance zwischen der Innen- und der Außensicht gefunden“, so Weilheims Bürgermeister. Der Prozess, zu dem drei Bürgerversammlungen, Planungswerkstätten und eine eingehende Beschäftigung des Gemeinderats mit der Thematik gehört hatten, wurde begleitet
von
Mitarbeiter der Kommunalentwicklung.
In dem Strategischen Entwicklungskonzept sind zwölf Leitprojekte verankert. Dazu zählen Themen wie die „städtebauliche und funktionale Aufwertung von Innenstadt und Stadtquartieren“ ebenso wie „Pers
pektiven der Schulsozialarbeit“ und die „Gewerbeflächenentwicklung“. Drei Projekte seien bereits in Bearbeitung, betonte Züfle. Er nannte die Verwirklichung der Ganztagsschule, das Vorhaben „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ und die Belebung des Stadtmarketings.
Jürgen Mühlbacher von der Kommunalentwicklung bezeichnete das Entwicklungskonzept als „Handlungsrahmen“, an dem sich Verwaltung und Gemeinderäte in den nächsten zehn Jahren orientieren könnten.
In den vier Säulen „Wohnen und Siedlungsentwicklung“, „Bildung, Betreuung, Soziales und Kultur“, „Gewerbeentwicklung, Einzelhandel und Tourismus“ sowie „Mobilität, Landschaft, Energie und Klimaschutz“ gebe es verbindliche Konzepte. Beispielhaft griff Mühlbacher einzelne Punkte aus dem Papier heraus: „In die Bildungslandschaft müsste man noch etwas mehr Schub reinbringen.“ Bei den Gewerbeflächen sah er den „quantitativen Ansatz“ im Vordergrund. „Wir haben viele Ideen aus der Bürgerschaft aufgenommen“, hob Mühlbacher hervor. So unter anderem den in der Bürgerversammlung am 7. April unterbreiteten Vorschlag, den späteren Neubau der Turnhalle an der Limburg-Grundschule in eine Planung für das gesamte Quartier Lindachstraße/Brückengasse einzubinden.
Stadtrat Karl Mohring pochte darauf, neben der Innenverdichtung die Außenentwicklung nicht aus den Augen zu verlieren: „Ab 2014 haben wir weder für die Industrie noch für die Wohnbebauung Bauplätze.“ Züfle machte daraufhin die Zusage, diesbezüglich bald in konkrete Planungen einzusteigen.
