Weilheimer Rat gibt Ausschreibung frei – Vorerst keine Schranke
Parkplätze für die Feuerwehr

Wenn die Weilheimer Feuerwehr zu Einsätzen gerufen wird, kommt es zwischen ankommenden und ausrückenden Fahrzeugen immer wieder zu brenzligen Situationen. Mit der Neuordnung des Areals wird die Verkehrsführung geändert.

Weilheim. Schon lange brannte den Mitgliedern der Feuerwehr auf den Nägeln, dass die Situation zum einen entschärft wird und zum anderen genügend Parkplätze zur Verfügung stehen. Der Grundsatzbeschluss, die Stellplätze anzulegen, wurde bereits im Dezember gefasst. Nun ging es um die Detailplanung. „Wir wollen einen ordentlichen Parkplatz mit gestalterischen Qualitäten“, erklärte Weilheims Bürgermeister Johannes Züfle im Gemeinderat. Die von Landschaftsarchitektin Marion Thiede vorgestellte Werkplanung beinhaltet unter anderem 61 Stellplätze für die Feuerwehr und zwölf öffentliche Stellplätze entlang der Boslerstraße, an der außerdem ein Gehweg angelegt werden soll. „Die beiden Bereiche wollen wir durch eine offen gestaltete Kons­

truktion voneinander trennen“, erläuterte die Planerin. Darüber hinaus möchte sie etwas „Grün“ erhalten und möglichst viele Flächen mit Belägen versehen, die einen hohen Versickerungsgrad haben.

Um den Kreuzungsverkehr mit ausrückenden Einsatzfahrzeugen zu umgehen, dient das „Nadelöhr“ neben dem Feuerwehrhaus an der Malistraße künftig nicht mehr als Zufahrt. Ankommende Feuerwehrleute werden den Parkplatz über die Boslerstraße ansteuern.

Während der Gemeinderat die Grundzüge der Planung einhellig begrüßte, kippte er vorerst den Bau einer 8 000 Euro teuren Schranke zur Absperrung des Feuerwehrparkplatzes. Stadtrat Rainer Bauer brachte die Diskussion über diesen Punkt ins Rollen. Seiner Ansicht nach müsste ein Schild reichen, um Fremdparker davon abzuhalten, ihre Blechkarossen auf Feuerwehr-Stellplätzen zu parken. „Die Erfahrung zeigt, dass das nichts nützt“, gab Helmut Burkhardt, als Ordnungsamtsleiter der Stadt Weilheim zuständig fürs Feuerwehrwesen, zu bedenken. Trotz Beschilderung stünden etwa bei Veranstaltungen im nahegelegenen Gemeindehaus oder beim Städtlesfest immer wieder Autos auf dem Parkplatz. Trotz des Einwands schloss sich das Ratsgremium dem Vorschlag Martin Pfauths an, der anregte, die Elektrik für eine Schranke vorzubereiten, fürs Erste aber auf deren Einbau zu verzichten.

Die Treppe, über die die alarmierten Hilfskräfte ins Magazin gelangen, soll zu einer Rampe umgebaut werden, um vor allem bei nächtlichen Einsätzen das Unfallrisiko zu minimieren. Marion Thiede griff eine Idee Bernd Kautters auf, der propagiert hatte, den vorgesehenen Pflas

­terbelag durch einen Gitterrost zu ersetzen, damit die Rampe im Winter nicht zu einer gefährlichen Rutschbahn mutiert.

Insgesamt kostet das Vorhaben, das in diesem Jahr über die Bühne gebracht werden muss, 215 000 Euro. Die Berechnung liegt 11 000 Euro unter den veranschlagten Kosten. Die Stellplätze der Feuerwehr im Bereich des ehemaligen Wepamat-Geländes werden mit rund 83 000 Euro aus dem Landessanierungsprogramm gefördert.