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90 Jahre Metallbaukasten-Geschichte

Ursprünge: Der Metallbaukasten ist bei Märklin fast 90 Jahre alt geworden. Los ging es 1911, als die Göppinger Vertriebspartner von Meccano aus England wurden. Die zählten damals wohl zu den führenden Herstellern von Metallbaukästen. Erfunden hat sie der Engländer Frank Hornby, der Metallstreifen mit Löchern im stets gleichen Abstand von einem halben Zoll (entspricht etwa 1,54 Zentimetern) entwarf. Mit den Streifen unterschiedlicher Länge konnten mit Messingschrauben und Muttern stabile Modelle hergestellt werden. Möglich war so gut wie alles von Gebäuden über Schiffe und Brücken bis zu Drehkränen.

Übernahme: Die Firma Märklin stellt bald ihre Uhrwerkmotoren auch für die Meccano-Kästen her und übernimmt die Metallbaukästen 1917 ins eigene Sortiment. Damit ist sie Metallbaukasten-Hersteller. Ende der 1920er-Jahre wird es in den Kästen farbig. Seitdem ist das Metallbaukasten-Grün die beherrschende Farbe der Göppinger Metall-Lochstreifen.

Ende: Die Kästen überdauern den Krieg und schreiben ihre Erfolgsgeschichte fort. Ab 1975 heißt die Unternehmenssparte „Märklin Metall“. Immer wieder gibt es neben Standard-Kästen auch Packungen für spezielle Modelle. Die Konkurrenz nimmt zu, Lego aus Dänemark und Fischer-Technik aus dem Schwarzwald werden bei den jungen Konstrukteuren immer beliebter. Noch vor der Jahrtausendwende ist in Göppingen aber Schluss: Im Jahr 1999 fällt der Vorhang für das Metallbaukasten-Programm.pit

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