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Abschied vom Fahrstuhl

SGEH Das Team von der Albkante strebt im siebten Bezirksligajahr in Serie eine stressfreie Saison an. Helfen soll dabei unter anderem Rückkehrer Marco Parrotta. Von Reimund Elbe

Jubeln erwünscht: Die SGEH will sich im Bezirksligamittelfeld etablieren. Foto: Markus Brändli
Jubeln erwünscht: Die SGEH will sich im Bezirksligamittelfeld etablieren. Foto: Markus Brändli

Die Mission Mittelfeldplatz beginnt unter Flutlicht. Wenn die SGEH am morgigen Freitag- abend ab 19.30 Uhr beim FC Rechberghausen zum ersten Bezirksligamatch der Saison 2021/22 antritt, beginnt für sie die siebte Saison in Serie in der obersten Etage des Bezirks.

„Kontinuität reinbringen“ hieß die Maßgabe nach den Feierlichkeiten am 7. Juni 2015, dem umjubelten Tag der Liga-Wiederkehr. Die damaligen Vorgaben hat die SG in den Folgespielzeiten solide erfüllt. Platzierungen zwischen sechs und elf erbrachten weitgehend sorgenfreie Zeiten. Einzig in der vergangenen, annullierten Runde, schlugen die Jungs aus dem Hardtwald mit Tabellenplatz 14 beim Abbruch aus der Reihe.

Eins hat das Berghalbinsel-Team definitiv geschafft: Wenn über Fahrstuhlmannschaften im lokalen Fußball gesprochen wird, fällt so gut wie gar nicht mehr der Name SGEH. Das überzeugende Auftreten im gerade zu Ende gegangenen Bezirkspokal mit dem Endspieleinzug brachte zudem einen ersten Fingerzeig über das womögliche Leistungsvermögen des Teams von Christian Mirbauer in der kommenden Punktspielrunde.

Ein Transfer sorgte bei der SGEH-Anhängerschaft besonders für Vorfreude und in der Szene für Aufsehen: Marco Parrotta kehrt ins Hardtwaldstadion zurück, wo der mittlerweile 33-Jährige vor drei Jahren „Arrivederci“ sagte, zum aufstrebenden Landesligisten TSV Oberensingen wechselte. Parrotta, der bis 2008 beim FC Pforzheim kickte, dann zum FC Frickenhausen wechselte und auch knapp eineinhalb Jahre das Trikot des TSV Weilheim trug, soll bei der Sportgemeinschaft gleich zwei Aufgaben erfüllen: Tore schießen sowie mit seiner Erfahrung die teils deutlich jüngeren Mitspieler pushen, neben Kapitän und Routinier Marc Weger (34) und Gökhan Demir (31) ein Leitspieler werden. Die Neuverpflichtungen Benjamin Kastl (TSV Oberensingen II) und Luca Lamparter (TSV Wittlingen) gehörten im Bezirkspokalfinale gegen den FC Esslingen bereits zu den Anfangsaufläufern.

„Im Vergleich zur letzten Saison ist unser Kader kleiner geworden, wurde aber an den wichtigen Stellen gezielt verstärkt“, lautet die positive Einschätzung des SGEH-Pressebeauftragten Florian Lenuzza. Das Zauberwort auf der Alb nennt sich Teamgeist. „Wir kennen uns alle nun schon mehrere Jahre und wollen über diesen tollen Teamgeist starke Leistungen und schönen Offensivfußball abliefern“, betont Lenuzza.

Angreifer Kevin Rieke verließ unterdessen die SGEH talabwärts nach Neuffen, Julian und Daniel Deuschle schlossen sich dem neuen Spielgemeinschaftsprojekt Owen/Unterlenningen an. Zu seinem Stammverein TSV Oberlenningen kehrte derweil Schlussmann Kevin Dravetz zurück. Marc Fecher und der 19-jährige Neuzugang Arjanit Januzi bilden folglich das Torwartduo. Für alle Fälle steht, wie in vielen Jahren zuvor, Ex-Oberligakeeper Jürgen Rechner bereit, der im kommenden Frühjahr 50 wird.

„Wenn wir weitestgehend von Verletzungen verschont bleiben, ist unsere Qualität stark genug, um die Klasse zu halten, auch wenn es wie im letzten Jahr wieder eine sehr starke Liga sein wird“, heißt es seitens der SGEH-Abteilungsspitze. Dass die SGEH den Klassenerhalt als oberstes Ziel ausgerufen hat, verwundert angesichts der verschärften Abstiegsregel in der Bezirksliga kaum.

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