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Adventsschmuck im Jahr 2021:  Die Kirchheimer lieben´s klassisch

Advent Sterne, Kugeln, Lichter: In den Wochen vor Heilig Abend sind die Themen weihnachtliche Deko und Geschenke besonders wichtig. Die Kundschaft achtet auch auf Nachhaltigkeit. Von Alicia Schaub

Bei „Land & Leben“ weiß man, dass die Farben rot und grün immer gehen. Foto: Jean-Luc Jacques

 

Wenn Christbaumkugeln die Schaufenster der Kirchheimer Innenstadt zieren, an vielen Stellen lichterübersäte Bäume ins Auge fallen und der Geruch frisch gebrannter Mandeln in der Luft liegt, ist es wieder soweit: Weihnachten rückt näher. Um in entsprechende Stimmung zu kommen, darf ein ausgiebiger Stadtbummel mit dem ein oder anderen Geschenkkauf natürlich nicht fehlen. Auch das Schmücken der eigenen vier Wände gewinnt in der Adventszeit an Bedeutung.

Jedes Jahr überraschen Modesigner und die Läden vor Ort ihre Kunden mit neuen Farbkombinationen und Dekorationsideen. Aber auch Traditionelles lässt sich in den Einkaufsregalen immer wieder aufs Neue finden. Die meisten stöbern auf der Bühne oder im Keller nach den Kisten, in denen die Weihnachtsdeko den Sommer verschlafen hat. Manches Stück hängt jedes Jahr am Baum, doch oft kommt auch Neues hinzu. In den Kirchheimer Geschäften weiß man, welche weihnachtlichen Trends bei den Kundinnen und Kunden dieses Jahr besonders gut ankommen.

„Weihnachtskugeln und Glocken gehen immer“, verrät Dr. Hans-Christoph Engele, Inhaber des Porzellanhauses Schenk. Um das heimische Festessen zubereiten zu können, gönnt sich manch einer zuvor eine neue Pfanne oder einen passenden Topf aus Gusseisen.

Bei „Land & Leben“ setzt man auf Tradition: „Im Trend liegt bei uns immer das klassische Farbmuster Rot-Grün sowie die Farben Gold und Silber“, erzählt die Inhaberin Patricia Bukatsch. Ähnliche Erfahrungen gibt es in Blumenläden. Bei Gerber in der Marktstraße beispielsweise kommt das Rot-Thema gut an: „Wir haben viele traditionsgebundene Kunden“, erzählt die Floristenmeisterin Leonie Dorffer. Doch einige Käuferinnen und Käufer sind die beim Weihnachtsschmuck durchaus experimentierfreudig. Farben wie Rose, Bordeauxrot und verschiedene Grautöne spiegeln sich bei „Blumen Gerber“ in den aktuellen Adventskränzen und Christbaumkugeln wieder.

Bei Möbel König in Kirchheim ist hingegen klares Schwarz-Weiß angesagt. In Kugeln über Sternhänger bis hin zu Rentierfiguren lässt sich das Farbmuster wiederfinden. „Rosa Farbtöne sind bei uns, im Vergleich zu den letzten zwei Jahren, bisher ehr weniger verkauft worden“, meint Laura Munz, Angestellte im Möbelhaus.

Die Kundschaft legt bei der Winderdekoration aber nicht nur auf ansprechende Farbtöne wert, sondern auch auf Nachhaltigkeit. „Moosige Kränze verkaufen sich dieses Jahr besonders gut. Deshalb dreht sich gerade alles um das Thema Wald“, sagt Floristenmeisterin Leonie Dorffer. Unter dem Motto „Natur pur“ stand auch die Adventsausstellung bei Blumen-Gerber.

Bei den „Teeschwestern“ zeigt sich das umweltbewusste Denken der Kundschaft an einer Kleinigkeit: „Erstaunlicherweise verkaufen sich Geschirrtücher zu Weihnachten sehr gut. Viele nutzen sie an Heilig Abend als Geschenkpapier“, hat Isabel Ruoff beobachtet. Gemeinsam mit ihrer Schwester Constanze Jungbauer leitet sie den Teeladen in der Schuhstraße. „Tee ist in der Winterzeit natürlich immer angesagt. Oftmals auch für den Adventskalender“, meint Constanze Jungbauer. Angelika Reichle, Inhaberin der „Kirchheimer Tee + Weinecke“, kann dem nur zustimmen: „Besonders Früchtetee wird zur kalten Jahreszeit gerne gekauft.“

Und wie beeinflusst die Pandemie das Käuferverhalten zu Weihnachten? „Bei uns kommen die Kunden für ihre Weihnachtseinkäufe plötzlich früher als sonst. Viele haben Angst, dass es noch anders kommt“, merkt Angelika Reichle an. Die Angst vor einem Lockdown ist hoch. Viele Läden haben eine geringere Anzahl an Kunden zu verzeichnen. Dass zufällig jemand beim  Stadtbummel vorbeischaut, kommt selten vor. Wenn aber einer den Laden betritt, geht er selten mit leeren Händen wieder hinaus. „Der einzelne Kunde kauft mehr“, erklärt Isabel Ruoff. Viele wollen sich das eigene Heim gerade in Pandemiezeiten besonders schön gestalten.

 

Teckboten-Blitzumfrage: Wie sieht ihr Christbaum zuhause aus?

 

Eine Nordmanntanne  mit echten Kerzen bedeutet für Manuela Jensen aus Dettingen Weihnachten. Ihr Christbaum erstrahlt zu Heilig Abend in Rot und Gold. Der Kauf des Baums steht bei ihr oftmals schon im November an.
„Von den typischen Weihnachtsaktionen  habe ich mich verabschiedet“, erzählt Thomas Nogall. Weihnachten bedeutet für den Kirchheimer Zeit für sich und die Familie. Einen Tannenbaum holt er sich nicht jedes Jahr ins Haus.
„Ich glitzere nach  der Arbeit genug“, erzählt Katharina Stöhrer schmunzelnd. Um in Weihnachtsstimmung zu kommen, reicht ihr der Job im Einzelhandel. Die Stuttgarterin hilft aber gern im Elternhaus beim Schmücken der Tanne.
„Ich habe keinen  eigenen Weihnachtsbaum“, gesteht Bruder Markus aus Dettingen-Erms. Jedoch wird der Speisesaal des Ordens jedes Jahr unter einem anderen Motto weihnachtlich dekoriert: „Mal waren es rote Kugeln, mal Zapfen.“
Die Dekoration  des Christbaums überlasst Uli Kreyscher zur Adventszeit seiner Frau. „Bei uns hängen ganz traditionell Strohsterne, rote Kerzen und Glaskugeln zu Heilig Abend am Baum“, erklärt der Kirchheimer.
„Besonders wichtig ist  mir die Krippe unterm Weihnachtsbaum“, betont Dorothee Fries. Für die Kirchheimerin ist das Schmücken des Christbaums Tradition. Bei der Dekoration setzt sie auf die Farbe Gold.
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