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Alltagsumgang mit Virus finden

Zur Berichterstattung über Corona

Ein Virologe (Theoretiker bezüglich Krankheitsbehandlungen), ein Tierarzt (Leiter eines humanmedizinischen Institutes), ein Bankangestellter (Dank intensiver Lobbyarbeit in der Pharmaindustrie zum Gesundheitsexperten mutiert): dieses Triumvirat bestimmt aktuell die „Richtlinien der Politik“. Die wirtschaftlichen Folgen erleiden wir alle - man fühlt sich an J.  P. Morgan 1907 erinnert.

Zugleich erleben wir ein disruptives Sozialleben, eine sinnentleerte Gestaltung des Schulalltags, Fremdbestimmung im Versorgungsbereich der alten Menschen, der Behinderten, Vernichtung der Existenz vieler künstlerisch Tätiger einschließlich sinnleerer Vorgaben. Wo bleibt der lebenswirkliche Umgang mit einem Virus, das zugegebenermaßen sich noch nicht gänzlich enttarnt hat, dessen Folgen auf unser Alltagsleben aber nicht das Virus, sondern die unverhältnismäßigen Reaktionen und Handlungen der politisch Verantwortlichen zu rechtfertigen haben. Am meisten aber versagt haben die öffentlichen Medien mit ihren sehr einseitigen gleichsilbigen Berichten und Darstellungen, ohne wirkliche Information und Darstellungen - dafür Zahlenspiele, angsterzeugende Schilderungen und einseitige Darstellungen.

„Der größte Schaden entsteht durch die schweigende Mehrheit, die nur überleben will, sich fügt und alles mitmacht“ (Sophie Scholl, Flugblatt)

Es wäre wünschenswert, wenn wir einen Alltagsumgang mit diesem „neuen“ Virus fänden, so wie dieses Virus dabei ist, sich in unserem Alltag seinen Platz einzurichten. Wir werden in Zukunft miteinander umzugehen haben, so wie es die Menschheit mit allen Viren et cetera in der Vergangenheit zu tun gelernt hat.

Dr. Matthias Komp, Kirchheim

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