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„Allzu viel Zeit darf ich nicht verlieren“

Mountainbike Manuel Fumic will nach seiner Handverletzung beim Cape Epic vorne mitmischen.

Gezeichnet von seinem Sturz: Manuel Fumic. Foto: Küstenbrück
Gezeichnet von seinem Sturz: Manuel Fumic. Foto: Küstenbrück

Kirchheim. Knapp zwei Wochen ist es nun her, dass ein kleiner Sturz im Training für großen Wirbel im Rennkalender des Kirchheimer Profi-Mountainbikers Manuel Fumic gesorgt hat. Denn weder beim Weltcup im italienischen Val di Sole, wo der Sturz auch passiert ist, noch in Lenzerheide in der Schweiz konnte der 39-Jährige am Start stehen. Und selbst das Weltcup-Finale in den USA muss sich der Kirchheimer abschminken. „Das ist wirklich schade, weil das Kurse sind, die mir liegen. In Snowshoe hab ich es vor zwei Jahren fast aufs Podest geschafft“, erinnert sich Manuel Fumic.

Das Ganze schmerzt freilich umso mehr, da es sich um die aller­letzte Saison des Mountainbike-Profis handelt. „Das Rennen in der Schweiz wäre mein letztes in Euro­pa gewesen. Es war geplant, dass die ganze Familie dort hinkommt“, verrät der Kirchheimer, der trotzdem vor Ort war, um die Teamkollegen zu unterstützen, das professionelle Umfeld zu nutzen und die heilenden Hände seines Physios zu beanspruchen. Denn wenn es nach dem 39-Jährigen geht, soll die Verletzungspause so kurz wie möglich ausfallen.

Sieg in Südafrika im Visier

„Eine Operation ist Gott sei Dank doch nicht nötig.“ Das ergab ein kurzer Abstecher bei einem Handspezialisten in Tübingen, der Dank CT-Aufnahmen ein kleines bisschen Entwarnung geben konnte. „Es hat sich nichts verschoben und es kann konservativ behandelt werden“, deutet Fumic auf seine rechte Hand. Und auch die Radiusköpfchenfraktur im Ellenbogen wird heilen. Vier bis sechs Wochen soll das laut Arzt dauern. Manuel Fumic geht optimis­tisch von drei Wochen aus. „Allzu viel Zeit darf ich nicht verlieren“, gibt der 39-Jährige zu bedenken. Denn das auf Mitte Oktober verschobene Etappen-Rennen Cape Epic in Südafrika soll den Schlusspunkt unter die lange und erfolgreiche Karriere des Kirchheimers setzen. Nach vier Starts, bei denen unter anderem Platz zwei heraussprang, hat Manuel Fumic mit seinem brasilianischen Partner Henrique Avancini ein Auge auf das oberste Treppchen geworfen. „Ich bin topmotiviert“, betont der 39-Jährige.Sandra Langguth

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