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Alte verdienen Zuneigung

Zum Artikel „Debatte im Kreistag: Wohin mit dem Überschuss?“

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Beim Bericht über die Haushaltsdebatte im Kreistag werde ich wie folgt beurteilt: „Ulrich Deuschle pflegte sein Feindbild vom deutschen Gutmenschen und empfahl den Asyl-Arbeitskreisen, künftig die Pflegeheime zu besuchen“, wenn ihr Klientel nach abgelehntem Antrag wieder zum Beispiel nach Gambia zurück muss.

Ich pflege kein Feindbild. Ich meine das wirklich so.

Im habe in den letzten Monaten als Besucher erheblich Zeit in Pflegeheimen verbracht und festgestellt, dass viele Bewohner wenig oder sogar nie Besuch von Verwandten oder Bekannten erhalten.

Dabei sind diese Menschen, die unseren Staat nach dem Krieg mit aufgebaut haben, selbst über kleine Aufmerksamkeiten und menschliche Zuneigungen sehr dankbar.

Ich sehe durchaus, dass sich manche Bürger mit starkem Einsatz um Asylbewerber und deren Anliegen kümmern. Aber wahre Nächstenliebe darf doch die eigenen Alten nicht vergessen.

Der Schwerpunkt der Republikaner-Initiativen im Kreistag liegt bei der Verbesserung der Pflege an den Kreiskrankenhäusern, der Einrichtung neuer Pflegestützpunkte im Kreisgebiet, zum Beispiel in Weilheim oder in Plochingen, sowie der Weiterführung der S-Bahn von Neuhausen ins Neckartal.

Daneben beschäftigen wir uns mit den Grundlagen unseres Wohlstandes, ohne den sich diese Projekte aber nicht durchführen lassen.

Sowohl die Automobilwirtschaft als auch der Maschinenbau stehen nämlich vor grundsätzlichen Herausforderungen. Der Verbrennungsmotor, in welcher Variante auch immer, muss noch sehr lange Zeit der dominierende Antrieb bleiben. Wer zu früh auf Elektromotor umsteigen will, vernichtet viele Arbeitsplätze, vor allem bei den kleinen Zulieferfirmen.

Ulrich Deuschle, Notzingen, Kreisrat der Republikaner