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Anlieger fühlen sich erdrückt

Zum Artikel „Ohmden plant die größte Laterne“ vom 3. März

Vielen Ohmdener Bürgern sind die geplanten Anbauten an ihren Wasserturm noch nicht bekannt. Auf den jetzigen Turm kommt in 20 Metern Höhe zusätzlich ein Aufsatz, der mit elf Metern Durchmesser und 95 Quadratmetern Fläche die Grundfläche eines Einfamilienhauses besitzt. Die Turmspitze ist dann dreimal so hoch wie die umliegenden Reihenhäuser. Zusätzlich wird neben dem Wasserturm ein Aufzugsschacht mit über 18 Metern Höhe gebaut. Die Grenzabstände zum Nachbargrundstück und zur Straße sind weit unter einem Meter. Kein Wunder, dass sich Anlieger nahezu erdrückt vorkommen und gegen die Pläne protestieren.

Das bisherige Erscheinungsbild des Wasserturms wird gravierend verändert. Erst letztes Jahr wurde im Leitbild für Ohmden festgelegt, dass der dörfliche Charakter Ohmdens in seiner Qualität erhalten werden soll. Außerdem wurde im Leitbild ausgedrückt, dass durch den Erhalt des Wasserturms die identitätsstiftende und orientierungsgebende Qualität des Gebäudes für das Wohngebiet erhalten werden soll. Es ist nicht erkennbar, wie diesen Leitsätzen mit den geplanten Anbauten Rechnung getragen werden könnte.

Thilo Binder, Ohmden

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