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Aphrodite möchte Fußball spielen

„Männliche Vorurteile hemmen den Frauensport.“ - Wohl wahr, vor allem im Fußball dürfte das auch heute vielerorts der Fall sein. Doch die Schlagzeile stammt aus dem Teckboten vom 8. März 1969. Schon 13 Jahre später sollte das erste offizielle Länderspiel mit einer deutschen Frauennationalmannschaft ausgetragen werden - einer Mannschaft, die‘s längst zu olympischen und weltmeisterlichen Ehren gebracht hat. Eine gewisse Ironie spiegelt sich 1969 schon in der zweiten Titelzeile. Sie lautet „Aphrodite möchte auch gern Fußball spielen“. Zwar will der am Internationalen Frauentag vor 50 Jahren erschienene Artikel eine Lanze für den Frauensport brechen. Allerdings auf so altväterliche Art und Weise, dass frau kaum glaubt, erst ein halbes Jahrhundert zurückzublicken. So wird ein Professor zitiert von der Uni Hamburg: „Unsere Studentinnen spielen gern einmal Fußball“, meint er und setzt eins drauf mit der Frage: „Weshalb sollen sie nicht, wenn es ihnen Spaß macht?“ Was er als Kind seiner Zeit selbst von diesem Sport hält, folgt in der Fortsetzung seines Zitats: „Sie spielen natürlich einen fröhlicheren Fußball als die Männer.“ Natürlich?!ist


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