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Arten von Trauer erkennen und verstehen

Im Wurzelwerk der Psychoanalyse

Dialog mit der Trauer. Bildquelle: Pexels

Ips/MP. Die Therapie der Trauer ist von einem hohen Können geprägt, gilt es die Schatten und die Reflexionen im trüben Wasser der Verdrängung der Trauernden und der Betroffenen zu filtern. Sowohl Psychotherapie als auch Analytische Psychologie sind interaktiv. Ein konstruktiver Dialog und die Einbeziehung des Patienten mit einem Beziehungsaufbau sind im Heilungsprozess das Fundament. Wenn diese Formen nicht helfen, greift die Langzeittherapie mit der Analytischen Psychotherapie, beispielsweise bei Neurosen oder tiefen Konflikten der Persönlichkeit, die mit körperlichen Symptomen kombiniert sind. Das Wurzelwerk der Trauer ist komplex. "Unterdrückte Trauer" ist das Leugnen und das Blockieren der Emotionen: Die Welt dreht sich weiter, nichts ist passiert. "Chronische Trauer" ist die Unfähigkeit den Verlust zu verarbeiten, die Erinnerung wird manisch aufrechterhalten. Die "Komplizierte Trauer" ist anhaltend, vereinnahmend und greift den Lebenswillen an, der Tod wird nicht akzeptiert. Die "Entrechtete Trauer" oder auch die "Unerlaubte Trauer" wird von Teilen der Gesellschaft als nicht gleichwertig eingestuft. Beim Verlust eines Nicht-Familienmitglieds oder dem Hund, der Katze weist die Umgebung dezidiert den Schmerz zurück. Die "Fehlende Trauer" ist wie das Rauschen auf dem Bildschirm, eine Trauer existiert nicht, entweder aufgrund einer psychischen Schockstarre oder weil Bindungen nicht vorhanden waren.


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