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Auf Augenhöhe mit dem Legenden-Duo

Tischtennis Dang Qiu und sein Partner Benedikt Duda sind zum vierten Mal in Folge Deutscher Meister im Doppel.

Bremen. Der Linsenhofener Tischtennis-Profi Dang Qiu und sein Doppelpartner Benedikt Duda haben bei den 89. Deutschen Meisterschaften in Bremen ihren Vorjahrestitel verteidigt und ziehen mit dem vierten Triumph in Serie mit dem legendären Duo Jörg Roßkopf/Steffen Fetzner gleich, die bei den Titelkämpfen von 1988 bis 1991 triumphierten. „Deutscher Meister zu werden ist immer sehr schön“, sagte Dang Qiu. „Dass wir es nun schon viermal hintereinander geschafft haben, ist sicherlich bemerkenswert. Wir sind sehr froh und es ist uns eine große Ehre, den Rekord zweier Legenden eingestellt zu haben.“

Die an Position eins gesetzten Titelverteidiger hatten in der ers- ten Runde ein Freilos und benötigten deshalb nur drei Siege zur Wiederholung des Erfolgs vom 1. März 2020 in Chemnitz. Nicht einen Satz gaben die alten und neuen Meister in Bremen ab. Im Endspiel waren Ruwen Filus (TTC Fulda-Maberzell) und Steffen Mengel (Mühlhausen) bei der 9:11, 5:11 sowie 11:13-Niederlage ohne Chance.

Im Einzel war es dagegen für Dang Qiu nicht wie erhofft gelaufen. Der Penholderspieler führte das 32-köpfige Teilnehmerfeld an und gab sich zunächst in Runde eins beim 4:0-Sieg gegen Deniz Aydin (TTC Düppel) keine Blöße. Im Achtelfinale jedoch musste sich das Eigengewächs des TTC Frickenhausen überraschend deutlich mit 10:12, 11:5, 6:11, 8:11 sowie 8:11 dem aktuellen U19-Europameister Kay Stumper (TTC Neu-Ulm) geschlagen geben. „Ich habe schlecht gespielt und war zudem sehr nervös“, verriet Qiu. „Kay ist im Moment super in Form. Allerdings habe ich es nicht geschafft, mein Limit zu erreichen.“ Neuer Titelträger und Nachfolger von Ricardo Walther (ASV Grünwettersbach) wurde Benedikt Duda.

Alles andere als zufrieden sah Liang Qiu, älterer Bruder von Dang, aus. Der Neuzugang der Neckarsulmer Sport-Union blieb im Einzel-Wettbewerb ohne Sieg und scheiterte direkt gegen den späteren Bronzemedaillengewinner Fan Bo Meng (TTC Fulda-Maberzell). Im Doppel verlor Qiu mit seinem Mannschaftskameraden Julian Mohr im Viertelfinale gegen Dang Qiu/Benedikt Duda mit 5:11, 4:11 und 8:11.

Ebenfalls in der Runde der letzten acht war auch in der Mixed-Konkurrenz Endstation. An der Seite der erst 15-jährigen Annett Kaufmann (SV Böblingen) erwiesen sich Franziska Schreiner (TSV 1909 Langstadt) und Tobias Hippler (1. FC Köln) bei der 0:3-Niederlage als eine Nummer zu stark.

Lachenmayer überrascht

Zum ersten Mal überhaupt durfte das Frickenhausener Talent Lea Lachenmayer an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen. Die 16-Jährige sorgte gleich in der ers- ten Runde für eine faustdicke Überraschung und setzte sich mit 4:2 gegen Kathrin Mühlbach vom Triple-Sieger TTC Berlin durch. „Ich bin natürlich glücklich, dieses Spiel gewonnen zu haben“, berichtete die Abwehrspielerin. Zum Einzug in das Viertelfinale reichte es allerdings nicht, denn Vivien Scholz vom Erstligisten ESV Weil erwies sich bei der 2:4-Niederlage als etwas zu stark. „Beim Qualifikationsturnier hatte ich dieses Duell noch gewonnen. Deshalb bin ich auch etwas enttäuscht“, sagte Lea Lachenmayer.

Im Doppel hatte sie sich zusammen mit Jana Kirner (Offenburg) „etwas mehr vorgenommen“. Gegen die späteren DM-Dritten Anastasia Bondareva (Bingen/Münster-Sarmsheim) und Sophia Klee (Niestetal) gab es in Runde eins jedoch ein 0:3. Trotz der Niederlage hat die TTC-Starterin bei ihrer Premiere „tolle Erfahrungen gesammelt. Ich hoffe, im nächsten Jahr wieder mit dabei zu sein“, sagt sie. Marco Steinbrenner

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