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Auf dem Teppich bleiben

Zum Leserbrief „Wolf und Mensch: Fakten“ vom 31. Januar

Es soll ja Menschen geben, die schon beim Hören des Wortes Schweinepest sofort alle ihre Schweine keulen lassen, andere hören von Wölfen in der Lausitz - die ist übrigens ganz weit weg - und schlafen schon schlecht, weil sie die Wölfe in Nachbars Garten vermuten. Bleibt mal schön auf dem Teppich. Deutschland ist eines der wenigen bis vor 15 Jahren wolfsfreien Länder Europas, sogar in der Schweiz leben Rudel und berühmte Milchkühe, die zwar nicht alle lila sind aber auch nicht alle von Wölfen gefrühstückt werden. Es genügt halt nicht, sich nur über die „Wolf-Nein-Danke“-Website zu informieren, man darf als selbstständiger Mensch auch Tollwut - in Osteuropa - und Hütehunde - Hallo Viehhalter - in Betracht ziehen, wie seriöse Stellen das auch tun und oft zu anderen Ergebnissen kommen. Das Frankreich des 16. bis 18. Jahrhunderts als Argumentationsgrundlage herzunehmen, bei gerade mal einem halben Dutzend vermuteter Wölfe in Baden-Württemberg, lässt nur noch traurig lächeln.

Solche Faktenverdrehung und Vermischung bringt einen vielleicht zum US-Präsidentenposten, hier bringt sie uns aber nicht weiter.

Thomas Ersinger, Bissingen

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