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Auf die Omas wartet noch die Überraschung

Premiere Die Kirchheimerin Anna-Lena Stöckler hat sich für den „Playboy“ fotografieren lassen. Das Resultat war so gut, dass sie „Playmate“ wurde. Von Thomas Zapp

Natürlich und dezent geschminkt: So sieht sich Anna-Lena Stöckler selbst am liebsten, wie hier beim „Teckboten-Shooing“ am Kirch
Natürlich und dezent geschminkt: So sieht sich Anna-Lena Stöckler selbst am liebsten, wie hier beim „Teckboten-Shooing“ am Kirchheimer Marktplatz.Foto: Carsten Riedl

D as schönste Geschenk zum 26. Geburtstag hat sie sich selbst gemacht: Zwei Tage vorher ist die August-Ausgabe des Playboy-Magazins erschienen und darin ist die Kirchheimerin Anna-Lena Stöckler das „Playmate des Monats“. Die Fotos waren für sie auch wirklich eine Überraschung, denn vorab durfte sie die ausgewählten Bilder nicht sehen. Die Erleichterung war daher umso größer. „Die haben mir supergut gefallen“, sagt sie.

Tatsächlich stand die gelernte Arzthelferin für den Playboy-Fotografen Simon Bolz das erste Mal überhaupt vor der Kamera - und dann gleich wie Gott sie schuf. Präziser müsste man sagen, sie stand noch nie vor einer Profikamera. Sich selbst fotografiert sie schon ganz gerne und veröffentlicht die Bilder seit zwei Jahren auch auf ihrem Instagram-Account. Dort hatte die schlanke Kirchheimerin, die sich in Corona-Zeiten mit Home-Workouts fit gehalten hat, dann auch der Profifotograf entdeckt. „Als die Anfrage kam, hab ich mit Max erstmal den Namen gegoogelt“, erzählt Anna-Lena, der manche eine Ähnlichkeit mit dem holländischen Model Sylvie Meis nachsagen.

Max ist ihr Freund und der war von Anfang an von der Idee begeistert: „Ich sollte mir diese Gelegenheit nicht entgehen lassen, meinte er.“ Bei ihren Eltern und den zwei Schwestern war sich Anna-Lena, die sich selbst als „absoluten Familienmensch“ bezeichnet, dagegen nicht so sicher. Deshalb erfuhren sie erst einmal nichts von den Plänen. Anna-Lena hatte sich entschieden, sich zu trauen. Der Fotograf hatte sich als „seriös“ erwiesen, stand auf der Seite der Playboy-Fotografen und hatte schon hochwertige Bildbände herausgegeben.

„Mir war schon etwas mulmig“

Richtig los ging das Playboy-Abenteuer dann mit der Einladung des Fotografen zu einem Shooting. Einziger Wehrmutstropfen: Wegen Corona waren Reisen zu exotischen Zielen nicht möglich, fotografiert wurde daher ganz unglamourös in einer Schrebergartenanlage in Frankfurt. Anna-Lena fuhr alleine dahin, denn bei ihrer Playmate-Premiere hätten sie bekannte Gesichter nur nervös gemacht. „Auf dem Weg dahin war mir dann schon etwas mulmig, dass ich es nun wirklich mache. Ich hab nur gedacht: Jetzt wird’s ernst“, erzählt sie. Das Dreier-Team vor Ort zerstreute aber schnell alle Sorgen, vor allem die Visagistin konnte sie mit kleinen Plaudereien ablenken. Und als es dann soweit war, die Hüllen fallen zu lassen, gab es einen kurzen Augenblick des „Mach-ich-das-gerade-wirklich?“ Dann aber war die Nervosität verflogen. „Ich bin eher ein natürlicher Typ und so hat mich der Fotograf auch in Szene gesetzt“, freut sie sich. Anna-Lena bewegte sich dann so natürlich und fröhlich vor der Kamera, dass sie ein Team der Playboy-Redaktion sogar zum Playmate des Monats August wählte.

Auf das Ergebnis sind nun nicht nur Anna-Lena und Max stolz, sondern auch die Eltern und die beiden Schwestern. „Bei meiner jüngeren Schwester hätte ich gedacht, ihr wäre das peinlich, sie ist ja erst 17. Aber die fand es richtig cool“, freut sich die 26-Jährige. Dass es auch Neider geben könnte, gerade via Instagram, ist ihr bewusst. „Ich erwarte nicht von jeder und jedem, dass sie es toll finden“, sagt sie. Bei zwei Personen wäre ihr die Meinung aber wichtig: Die beiden 80 und 90 Jahre alten Omas wissen noch nichts von den besonderen Fotos ihrer Enkelin.

Außer einem Honorar hat Anna-Lena auch 200 Autogrammkarten bekommen. „Da kommen wohl immer Anfragen von Fans“, sagt sie. Was nun folgen wird, steht für die Büroangestellte aber in den Sternen. Bei der Wahl zum Playmate des Jahres ist sie automatisch dabei, Reality-Shows im Fernsehen kann sie sich aber nur schwer vorstellen. „Das kommt natürlich auf das Format an, aber Promis unter Palmen eher nicht“, sagt sie lachend. Schauspielern wäre auch nicht ihr Ding. Aber das hätte sie von den Playboy-Fotos vorher vielleicht auch gesagt.

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