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Aufsteiger nimmt zweiten Anlauf

TSV Weilheim Mit Neu-Trainer Markus Graf treten die Limburgstädter ab 2. Oktober in der Bezirksliga an. Als Saisonziel gilt neben dem Klassenerhalt der Aufbau eines schlagkräftigen Teams. Von Klaus Schlütter

Jubeln erwünscht: Der TSV Weilheim will in der Bezirksliga bestehen. Foto: Markus Brändli
Jubeln erwünscht: Der TSV Weilheim will in der Bezirksliga bestehen. Foto: Markus Brändli

In Weilheim leben Hand- und Fußballer in friedlicher Co-Existenz. Die Ballwerfer in der Lindach-Sporthalle, die Kicker gleich nebenan im Stadion. Doch damit nicht genug der gut nachbarlichen Gemeinsamkeiten: Die Herren-1-Teams in diesen sehr unterschiedlichen Sportarten tummeln sich beide in den Bezirksligen ihrer Verbände.

Die Handballer in den roten Heim- und schwarz-grauen Auswärts-Trikots tun das offiziell wieder seit ihrem Aufstieg aus der Bezirksklasse in der Saison 2019/20. Wobei die erste Spielzeit in der höheren Liga im Herbst vergangenen Jahres nach nur zwei Spielen (ein Sieg, ein Unentschieden) aus den bekannten (Virus-)Gründen ein jähes Ende fand.

Nun also der zweite Anlauf, die Saison ohne Beeinträchtigungen durch Corona über die Bühne zu bringen. Der Sportliche Leiter Harald Lehmann blickt optimistisch in die Zukunft: „Die meisten Sponsoren sind uns treu geblieben, wofür wir sehr dankbar sind. Wir haben gut gewirtschaftet und werden finanziell einigermaßen unbeschadet über die Runde kommen.“

Warmlaufen fürs Jubiläum

Die Spielzeit möglichst erfolgreich zu bestreiten ist das sportliche Ziel. Das heißt: Als Aufsteiger eine sichere Saison spielen, die Klasse halten, in Ruhe aufbauen, um sich im nächsten Jahr würdig präsentieren zu können, wenn die Handballabteilung des TSV Weilheim ihr 75-jähriges Bestehen feiert. Die Voraussetzungen dafür wollen rund 300 Spielerinnen und Spieler in 13 Mannschaften von den Minis bis zu den Senioren geben. Sie alle beleben die Halle nach der langen Zwangspause seit Mitte Juni wieder mit Trainingseinheiten und Testspielen.

Neuer Taktgeber der ers- ten Mannschaft nach der äußerst kurzen Amtszeit von Marius Dotschkal, ist Markus Graf, ein alter Bekannter in der Handball-Szene. Der erfahrene Trainer bleibt aber bis März 2022 parallel zum Weilheimer Job als Sportlicher Leiter bei seinem Stammverein TSV Heiningen - sind in dieser Doppelfunktion nicht etwaige Konflikte vorprogrammiert? „Nein“, versichert Lehmann. „Die Abläufe sind mit Markus Graf alle sauber abgeklärt. Bei gleichzeitig stattfindenden Pflichtspielen haben wir Vorrang.“

Eine vergleichbare Situation ergibt sich für Marco Melo (34), Verstärkung aus Bad Urach. Der Rückraumspieler trainiert in Wolfschlugen die Damen, steht aber dem TSV Weilheim bei den Bezirksliga-Spielen stets erstrangig voll zur Verfügung.

Zwei Neue also. Dem gegenüber gilt es einen Abgang zu verkraften. Der schnelle Linkshänder Timo Sigel (33) will kürzertreten, steht nur noch für die Zweite Mannschaft zur Verfügung. Dafür sollen zwei, drei Nachwuchsspieler in die „Erste“ eingebaut und damit eine dosierte Verjüngung der Mannschaft eingeleitet werden. Mit einem engen 14-Mann-Kader - zwölf Feldspieler, zwei Torhüter - wollen die Weilheimer ab 2. Oktober „eine sichere Runde spielen“, so Harald Lehmann. Das sollte machbar sein. Auch der erwartete Heimsieg gegen den TV Altbach zum Punktspielstart in der Lindach-Halle

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