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Ausbildung auch in der Corona-Krise

Handwerkskammer Trotz Umsatzeinbrüchen begegnen Betriebe im Landkreis dem Fachkräftemangel aus eigener Kraft.

Kreis. Trotz des derzeitigen Teil-Lockdowns denken viele Handwerksbetriebe der Region an die Zukunft. „Obwohl in einigen Gewerken die Aufträge weggebrochen sind, wird ­erfreulicherweise weiter ausgebildet und so dem Fachkräftemangel aus eigener Kraft begegnet“, betonte Rainer Reichhold, Präsident der Handwerkskammer Region Stuttgart. „Die Unternehmer wissen, dass die Azubis von heute die Fach- und Führungskräfte der kommenden Jahre sind“, erläuterte Kammerchef Hoefling die Zwischenbilanz. Die Zahl der neu abgeschlossenen Lehrverträge habe nach einem satten Minus im Sommer auf ein Minus von 0,8 Prozent Ende Oktober im Vergleich zum Vorjahr aufgeholt. Ein Einstieg in das laufende Lehrjahr sei noch möglich.

Dennoch gibt es auch schlechte Nachrichten im Bericht der Handwerkskammer: Zahlreiche Unternehmen haben demnach keine finanziellen Reserven. „Die Situation nimmt in einigen Branchen existenzbedrohende Ausmaße an.“ Es sei sogar zu befürchten, dass beispielsweise Kosmetikbetriebe für immer schließen müssen, weil sie jetzt vom Lockdown ein zweites Mal voll getroffen werden. „Gleichzeitig arbeiten aber auch Gewerke, beispielsweise aus dem Bau- und Ausbaubereich, an der Grenze ihrer Leistungsfähigkeit. Erschwerend kommt hinzu, dass auf den Baustellen qualifiziertes Personal an allen Ecken und Enden fehlt“, erläuterte der Kammerpräsident die Lage.

Neben den Kosmetikbetrieben seien auch Lebensmittelhandwerke mit gastronomischem Angebot oder mit Dienstleistungen im Veranstaltungs- und Messebereich betroffen. Im Messebereich sind insbesondere Messe- und Ladenbauer die Leidtragenden. Das neuerliche Herunterfahren des Gastronomie- und Hotelbereichs hat negative Konsequenzen für Textil- wie auch Gebäudereiniger sowie Brauereien.pm

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