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Außen kühl, innen freundlich

Eröffnung Die 7,75 Millionen Euro teure Eduard-Mörike-Mehrzweckhalle in Ötlingen ist nach 17 Monaten Bauzeit fertig geworden und kann nun von Schulen und Vereinen genutzt werden. Von Thomas Krytzner

Freuten sich bei der Schlüsselübergabe der Eduard-Mörike-Mehrzweckhalle, dass das neue Schmuckstück gut ankommt: Ötlingens Ortsv
Freuten sich bei der Schlüsselübergabe der Eduard-Mörike-Mehrzweckhalle, dass das neue Schmuckstück gut ankommt: Ötlingens Ortsvorsteher Hermann Kik, Oberbürgermeister Dr. Pascal Bader und Lindorfs Ortsvorsteher Dr. Alexander Forkl (von links).

Sie ist das Schmuckstück der Schule“, sagte Schulleiterin Caroline Nick freudig über die neue Mehrzweckhalle neben der Eduard-Mörike-Grundschule. Die Rektorin war die erste, die den Neubau auf Herz und Nieren testen konnte. In der Ötlinger Mehrzweckhalle ist die Mensa der Schule untergebracht. Schüler und Lehrer konnten Küche und Aufenthaltsräume ­bereits vor den Sommerferien nutzen. ­Caroline Nick bestätigte zufrieden: „Das Küchenpersonal ist begeistert und die Kinder wollen nicht mehr woanders zum Essen hingehen.“

Ötlingens Ortsvorsteher Hermann Kik bezeichnete den Standort als „EM-Campus“ und erklärte, dass eine größere Eröffnungsfeier für die Bürgerinnen und Bürger erst im Jahr 2022 stattfinden werde. „Deshalb heißt die heutige Veranstaltung technische Inbetriebnahme.“ Kirchheims Oberbürger­meister Dr. Pascal Bader war voll des Lobes für die neue Halle: „Der erste Blick ins Innere begeistert und zeigt, wie schön die Halle mit den hellen Farben geworden ist.“ Er stellte fest, dass die Nutzer schon in der Planungsphase eingebunden wurden und deren Ideen in den Neubau mit einflossen. „Es ist gar nicht so einfach, eine Halle zu errichten, die den verschiedenen Anforderungen gerecht werden kann.“ Bader hob die nachhaltige Bauweise der Mehrzweckhalle hervor: „Wir haben Recycling-Beton verwendet, statt neue Ressourcen zu verbrauchen, und auf dem Dach liefert eine Foto­voltaik-Anlage den benötigten Strom.“ Ebenso sei man mit den Kosten nachhaltig umgegangen, betonte der Oberbürgermeis­ter. „Trotz Corona konnten wir den Rahmen von 7,75 Millionen Euro einhalten.“ Daran seien nicht zuletzt die Kollegen des Hochbauamts sowie die Architekten beteiligt. Er wünscht sich, dass die Halle in Zukunft ein Ort des Miteinanders und Wohlfühlens werde.

„Trotz der frühen Einbindung von Öffentlichkeit, Institutionen und Vereinen erfüllt die neue Mehrzweckhalle nicht alle Wünsche“, bedauerte Hermann Kik. In zahlreichen Workshops habe man vor Planungsbeginn die Arbeitsliste definiert. Trotz umsichtiger Planung kann der Turn- und Sportverein Ötlingen nicht alle Sportarten in der Halle ausüben. Er verwies auf die alte Halle, die 60 Jahre der Schule und den Vereinen diente: „Sie war eine zweistöckige Normhalle, und da war für Sportvereine mehr möglich.“ Seit 2012 war diese aber unter anderem aus hygienischen Gründen nicht mehr nutzbar, so Kik. Sie sei bis zu deren Abriss im Originalzustand geblieben und es seien nur wesentliche, nicht aufschiebbare Reparaturen durchgeführt worden. Lindorfs Ortsvorsteher Dr. Alexander Forkl knüpfte an die Erinnerung an und beschrieb die Beziehung der Lindorfer zu ihrer alten Schulturnhalle als sehr innig. Er versicherte: „Die neue Halle wird für Ötlingen und Lindorf auch wieder eine Heimat sein.“ Alexander Forkl lobte die Außenwirkung der neu gebauten Mehrzweckhalle: „Sie wird bei Gastvereinen einen besonderen Eindruck hinterlassen und in Erinnerung bleiben.“

Für Architekt Martin Rau schließt sich mit der Fertigstellung der Kreis: „Es ist ein sehr schöner Moment, das fertige Werk zu sehen, das man von Anfang an begleitet hat.“ Seine Gedanken hat er mit dem Bau der Halle verwirklichen können. Der Generalplaner der Mehrzweckhalle ist zufrieden, dass das Gebäude durch einfache Formensprache Verbindungen schafft. „Die freundliche Wärme in der Halle wird den Nutzern gefallen“, so Martin Rau. Auch Oberbürgermeister Pascal Bader, der Schulleiterin Caroline Nick einen Hefezopf in Schlüsselform überreichte, versicherte: „Die Schülerinnen und Schüler werden sich beim Mittagessen in der lichtdurchfluteten Halle wohlfühlen.“

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