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Ausuferung einer „Wissenschaft“

Zum Leserbrief „Stereotype Geschlechter“ vom 24. August

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Werner Sigel deutet in seinem Leserbrief 188 Professuren zum Thema Gender in Deutschland als Nachweis für ernst zu nehmende Wissenschaft. Ich würde das Ausufern dieser Pseudowissenschaft eher als alarmierendes Zeichen für massive Geldverschwendung werten. Wissenschaftler, die sich tagein, tagaus darin üben, in den Genen verankerte Verhaltensweisen von Mann und Frau zu ignorieren, kann ich leider nicht ernst nehmen. Es gibt genügend eindeutige Untersuchungen beziehungsweise Experimente, die das angeborene geschlechtsspezifische Verhalten von Neugeborenen beweisen.

Die Genderwissenschaften und ihr Umfeld sind aber auch ein deutliches Zeichen dafür, in welche irrationale Ecke unsere Gesellschaft gesteuert wird. Dieselben Leute, die es für möglich halten, dass man Geschlechter an- und aberziehen kann, standen 2015 mit bunten Plakaten an unseren Bahnhöfen und haben enthusiastisch wildfremde Asylanten mit überwiegend mittelalterlichen Vorstellungen von Mann und Frau begrüßt - die obendrein alles, was mit LSBTTIQ (lesbisch, schwul, bisexuell, transsexuell, transgender, intersexuell, quer) zu tun hat, für „des Teufels“ halten.

Stefan Kromer, Kirchheim