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„Bauern haben vor einem Jahr praktisch nichts gekriegt“

Wie sieht es in den Geschäften vor Ort aus: Hat der Butterabsatz bereits nachgelassen? Manuela Riexinger hat in ihrem Laden in Lindorf, der die Lebensmittelversorgung im Ort aufrecht erhält, noch keinen Rückgang festgestellt. „Ich verkaufe nicht weniger als sonst, und mir wäre nicht aufgefallen, dass die Leute jetzt mehr Margarine kaufen.“

Auch sie hat sich den Preisen anpassen müssen. Der rasante Anstieg sei schon ein Schock gewesen. „Das war ein großer Schub: Es waren nicht nur zehn oder 20 Cent, sondern gleich 40, 50 Cent auf einmal“, sagt Manuela Riexinger. Sie kann mit dem Preissprung leben - vorausgesetzt, die Landwirte erhalten etwas von dem Geld.

Auch im Hofladen der Familie Gruel aus Owen, in dem Bio-Produkte erhältlich sind, ist der Verkauf von Butter bislang nicht zurückgegangen. Im Bio-Bereich sei der Preis für das Päckchen Butter um 19 Cent gestiegen, was ebenfalls verhältnismäßig viel sei, sagt Andreas Gruel.

Der Bio-Milchmarkt habe sich vor Jahren vom konventionellen abgekoppelt und eigene Milchpreise mit den Molkereien ausgehandelt; so konnte der Preis in den vergangenen Jahren relativ stabil gehalten werden. Er begrüßt die Entwicklung beim Butter-Preis: „Vor einem Jahr haben die Bauern praktisch nichts gekriegt. Wenn jetzt endlich mal wieder was bei ihnen ankommt, sind die höheren Preise absolut in Ordnung.“ hei

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