Unzugeordnete Artikel

Bedenkenlos baden gehen

Umwelt Die Wasserqualität der Kirchheimer Bürgerseen und des Aileswasensees in Neckartailfingen wurden für gut befunden.

In Zeiten vor Corona war der Kirchheimer Bürgersee eine beliebte Möglichkeit zur Abkühlung. Zumindest die Wasserqualität dafür s
In Zeiten vor Corona war der Kirchheimer Bürgersee eine beliebte Möglichkeit zur Abkühlung. Zumindest die Wasserqualität dafür stimmt auch in diesem Jahr.Archivfoto

Kirchheim. Das Baden in freier Natur gehört zu den beliebtesten Freizeitvergnügen in den Sommermonaten. Damit dies möglich ist, muss die Wasserqualität in natürlichen Gewässern hygienisch einwandfrei sein. Überwacht werden die gemeldeten Badestellen in Baden-Württemberg nach den Vorgaben der Europäischen Union.

Im europäischen Vergleich erzielte Baden-Württemberg erneut überdurchschnittliche Ergebnisse. Von den 316 in der Bade­saison 2020 regelmäßig kontrollierten Badestellen im Land seien 301 Badestellen, also 94 Prozent, zum ­Baden „sehr gut“ geeignet - darunter auch die Bürgerseen in Kirchheim und der Aileswasensee in Neckartailfingen.

Damit die Gesundheit durch das Baden in der freien Natur nicht beeinträchtigt wird, entnehmen die Gesundheitsämter während der Badesaison, die in Baden-Würt­temberg in der Regel vom 1. Juni bis zum 15. September dauert, mindestens einmal im Monat Wasserproben und veranlassen eine Untersuchung im Labor. Dadurch werde auch in der laufenden Saison die Qualität kontrolliert.

Aktuelle Ereignisse wie Wolkenbrüche können zu Einschwemmungen von Keimen oder Schadstoffen in die Gewässer führen. Das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration rät daher, zusätzlich die aufgestellten Hinweise und Badewarnungen zu beachten. Aktuelle Informationen zur Wasserqualität während der Badesaison können auch der online veröffentlichten Badegewässerkarte entnommen oder bei den zuständigen Gemeinden und Gesundheitsämtern erfragt werden. Vom Baden in Flüssen rät das Ministerium weiterhin ab, da diese - abgesehen von wenigen ausgewiesenen Badestellen - amtlich nicht kontrolliert werden. Es sei daher nicht auszuschließen, dass in diesen Gewässern mikrobiologische Verunreinigungen oberhalb der geltenden Grenzwerte vorliegen.

Ebenso mahnt das Gesundheitsministerium die Einhaltung der allgemeinen Abstands- und Hygieneregeln und geltenden Bestimmungen vor Ort an. „Zwar nimmt das Infektionsgeschehen derzeit ab, aber es besteht noch kein Anlass zur Entwarnung“, so Uwe Lahl, Amtschef des Gesundheitsministeriums.pm

1 Die Badegewässerkarte kann kostenlos bestellt werden unter www.sozialministerium-bw.de/badegewaesser-karte

Anzeige