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Bedrohlich für die Demokraten

Zum Artikel „US-Botschafter belastet Trump schwer“ vom 21.  November

Seit Monaten lässt Peter de Thier nichts unversucht, Donald Trump kriminelle Machenschaften nachzuweisen beziehungsweise zu unterstellen. Aktuell meint er, die Smoking Gun gefunden zu haben, weil der US-Botschafter bei der EU Trump Einmischung in die inneren Angelegenheiten der Ukraine vorwirft. Nehmen wir mal an, der beweislose Vorwurf, den Botschafter Sondland in seiner Anhörung vor dem Impeachment-Ausschuss geäußert hat, sei wahr.

Dann wäre lediglich bewiesen, dass der US-Präsident ein anderes Land gebeten hätte, Untersuchungen wegen vermeintlicher Bestechung eines Ex-Regierungsmitgliedes und seiner Angehörigen zu tätigen. Entweder bestätigt sich die Bestechung, oder, noch viel besser, der Verdacht bestätigt sich nicht und die betroffenen Personen wären rehabilitiert. Beides wäre doch sicherlich im Interesse von wahren Demokraten.

Übrigens habe ich das Beweisvideo bei Youtube gefunden, das den US-Präsidenten zeigt, wie er 2018 auf einer Veranstaltung des Council on Foreign Relations zugibt, dass er 2016 von der ukrainischen Regierung gefordert hat, den Generalstaatsanwalt der Ukraine zu feuern und es bei Nichterfüllung seines Wunsches eine Milliarde US-Dollar Hilfsgelder nicht gibt. Kleiner Schönheitsfehler, es handelt sich im Video um den damaligen Vizepräsident Biden, der, wie es der Zufall will, Spitzenkandidat der Demokraten bei den anstehenden Präsidentenwahlen werden könnte. Warum Joe Biden die Absetzung dieses Herrn so wichtig war, warum die Ukraine-Affäre eigentlich viel bedrohlicher für die Demokraten ist und warum Peter de Thier das alles nicht interessiert und er schon gar nicht darüber berichten will, wären die Fragen, die zumindest mich brennend interessieren würden.

Stefan Kromer, Kirchheim

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