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Bei Heller steht der Betrieb drei Wochen still

Krise Der Nürtinger Maschinenbauer lässt den Betrieb ab Ende März ruhen. Ab April folgt dann die Kurzarbeit.

Nürtingen. „Für uns steht der Schutz unserer Mitarbeiter und unserer Geschäftspartner an oberster Stelle“, sagt Klaus Winkler, Geschäftsführer der Heller-Gruppe angesichts der aktuellen Corona-Situation. Bereits seit Aufkommen des Virus stehe Heller deshalb in ständigem Kontakt mit den örtlichen Behörden und habe einen Krisenstab eingerichtet, der die Entwicklung genau beobachte und mit der Geschäftsleitung und dem werksärztlichen Dienst die Situation kontinuierlich neu bewerte, teilt das Unternehmen mit. Aufgrund der aktuell nicht absehbaren Verbesserung der Situation hätten sich Geschäftsführung und Betriebsrat auf eine dreiwöchige Betriebsruhe ab kommenden Montag, 30. März, am Stammsitz des Unternehmens in Nürtingen verständigt. „Gleichzeitig wird ein Stamm an Mitarbeitern die Funktionsfähigkeit des Unternehmens aufrechterhalten“, so Gerhard Reiner, kaufmännischer Leiter und Personalverantwortlicher bei Heller.

Darüber hinaus werde Home-Office als Alternative im Unternehmen bereits in vielen Bereichen praktiziert. „Hier haben wir positive Erfahrungen gemacht“, so Reiner. In der Produktion und Montage seien ebenfalls umfangreiche Vorsichtsmaßnahmen für die Mitarbeiter getroffen worden. Zur Kontaktvermeidung und zum Einhalten der Abstandsgebote wurden die Schichtmodelle entsprechend angepasst sowie die Arbeitsplatzgestaltung dahingehend optimiert.

Zudem sei zwischen Betriebsrat und Geschäftsführung eine Betriebsvereinbarung zum mobilen Arbeiten geschlossen worden, die der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf sowie aktuell der Risikominimierung dienen soll. Bereits vor mehreren Wochen seien umfangreiche Vorkehrungen zum Schutz der Mitarbeiter, Kunden und Geschäftspartner getroffen worden. So seien die Besuche von und bei Kunden und Lieferanten auf ein Minimum heruntergefahren worden. Geschäftsreisen seien gänzlich untersagt worden. Um die Arbeitsfähigkeit aufrechtzuerhalten, würden Besprechungen und Versammlungen virtuell abgehalten.

Ab April wird es zudem bei Heller in Nürtingen Kurzarbeit geben. Dies sei notwendig, da durch die aktuellen Umstände Unterbrechungen in der Lieferkette unvermeidbar seien. Die Anwendung von Kurzarbeit ermögliche es, die aktuellen wirtschaftlichen Herausforderungen sozialverträglich meistern zu können.pm

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