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Bekteshi als einziger Lichtblick

Basketball Der Spielmacher glänzt beim 58:89 gegen Jena mit einem gelungenen Comeback im Kirchheimer Trikot. Perovic findet deutliche Worte.

Ohne Startschwierigkeiten: Besnik Bekteshi (links, im Duell mit dem Ex-Kirchheimer Nico Brauner) übernahm gegen Jena Verantwortu
Ohne Startschwierigkeiten: Besnik Bekteshi (links, im Duell mit dem Ex-Kirchheimer Nico Brauner) übernahm gegen Jena Verantwortung auf dem Parkett.Tanja Spindler

Auch im zweiten Heimspiel der neuen Saison haben Kirchheims Zweitligabasketballer eine deutliche Niederlage einstecken müssen. Beim 58:89 gegen Tabellenführer Jena hielten die Kirchheimer wieder nur im ersten Viertel gut mit. Es gab aber auch positive Aspekte in einem Spiel, in dem schon zuvor auf Kirchheimer Seite wenige Erwartungen lagen. Bei seiner Rückkehr ins Knights-Trikot stach Besnik Bekteshi mit 16 Punkten heraus. Der Point Guard war damit Topscorer seiner Mannschaft an diesem Abend, der allerdings gezeigt hat: Es liegt nach wie vor viel Arbeit vor den Rittern.

Den ersten Dämpfer gab es bereits vor Spielbeginn. Neuzugang Jonathon Williams musste auf der Bank Platz nehmen. Die Arbeitserlaubnis für den US-Amerikaner war trotz frühzeitiger Beantragung nicht rechtzeitig angekommen und so musste der Forward sein Debut für die Ritter verschieben. Neben ihm konnten auch Karlo Miksic, der sich noch im Aufbautraining befindet, und Tim Koch, der sich gegen Karlsruhe einen Riss in der Hornhaut zugezogen hatte, das Spielgeschehen nur von der Seitenlinie aus verfolgen.

Der Start gelang den Gastgebern, die schnell in Führung gingen, wie schon in den letzten Begegnungen. Beim Stand von 20:14 für die Kirchheimer musste das Spiel wegen technischer Probleme mit der Anzeigetafel für einige Minuten unterbrochen werden. Im Anschluss daran hielten die Knights weiter gut mit. Acht Punkte in Serie der Jenaer kurz vor der Viertelpause sorgten jedoch für den ersten Rückstand aus Kirchheimer Sicht (21:23).

Wie schon in den beiden Spielen zuvor war dieser Zwischenlauf des Gegners der Anfang vom Ende aller Kirchheimer Erfolgshoffnungen. Jena war nun im Spiel und übernahm das Kommando. Bei den Teckstädtern waren es vor allem Besnik Bekteshi und Till Pape, die dagegen hielten. Doch Jena war nun nicht nur abgezockter, sondern auch schneller, physischer und selbstbewusster. Zur Halbzeit war der Vorsprung bereits auf zehn Punkte angewachsen (47:37).

Offensivflaute nach der Pause

Im dritten Viertel übernahmen dann die beiden Defensivreihen. Auf beiden Seiten wollte nicht mehr viel fallen, und so bot sich den Zuschauern ein Abnutzungskampf, bei dem sich auf Jenaer Seite die tiefere Bank bemerkbar machte, während den Rittern mit drei verletzten Spielern wichtige Angriffsoptionen fehlten. Im Schlussviertel ließen dann bei den Hausherren sichtbar die Kräfte nach und Jena dominierte das Spiel nach Belieben.

„Zuallererst muss ich mich bei unseren Zuschauern für die bisher gezeigten Spiele entschuldigen“, betonte Headcoach Igor Perovic hinterher. „Das, was wir im Moment bieten, ist inakzeptabel, und wir werden alles unternehmen, um die Situation so schnell wie möglich zu verändern.“ Die mentale und körperliche Unterlegenheit war bisher in allen Spielen deutlich sichtbar. „Ja uns haben entscheidende Spieler gefehlt, aber das ändert nichts daran, dass wir enttäuscht sind, wie einige unserer Spieler auftreten“, fand Perovic deutliche Worte. Jetzt geht es am kommenden Wochenende nach Vechta. Der Bundesliga-Absteiger hat mit ähnlichen Problemen zum Saisonbeginn zu kämpfen. Die Kirchheimer hoffen, dass dann Jonathon Williams und Tim Koch werden dabei sein können. cs

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