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Beliebte Therme will bald wieder öffnen

Freizeit Das Schließen des Bads in Beuren hat schon jetzt für ein Defizit in Höhe von 1,4 Millionen Euro gesorgt.

Noch immer gibt es keinen Termin für die Wiedereröffnung der Panorama Therme.Foto: Ralf Just
Noch immer gibt es keinen Termin für die Wiedereröffnung der Panorama Therme.Foto: Ralf Just

Beuren. Seit dem 15. März sind die Türen der Panorama-Therme für Besucher geschlossen und bis heute ist noch kein Termin absehbar, wann in Beuren wieder Badegäste empfangen werden dürfen. „Es gibt noch gar keine Prognose“, bedauert Daniel Gluiber. Dabei ist es aus seiner Sicht unverständlich, dass das für die Eröffnungserlaubnis zuständige Land Baden-Württemberg so lange kein Signal ausgesendet hat, ob Thermen anders behandelt werden als Spaßschwimmbäder. „Eine Therme ist ja auch eine Gesundheitseinrichtung“, erklärt der Kurdirektor. „Viele Gäste nutzen wegen ihrer Arthrose, Rheuma oder Gelenks- erkrankungen das warme Thermalwasser. Bei einigen verschlechtert sich das Krankheitsbild in diesen Tagen deutlich. Es wäre daher wichtig, dass die Thermen wieder aufmachen - natürlich mit strengen Hygiene-Vorschriften.“ Die Ansteckungsgefahr schätzt er gering ein. „Derzeit heißt es, dass Corona im Wasser nicht übertragen wird.“

Gluiber ärgert sich über eine Art „Wettbewerb“ mit Thermalbädern in anderen Bundesländern, die schon wieder öffnen dürfen. Den baden-württembergischen Tourismusminister Guido Wolf hat der Beurener Bürgermeister bereits auf seiner Seite. Auch er fordert, dass den Menschen, die regelmäßige Bewegung im Thermalwasser aus medizinischen Gründen benötigen, zeitnah eine Perspektive gegeben werden müsse.

Derweil wird in der Panorama-Therme bereits ein Konzept für den Tag X vorbereitet. „Wir arbeiten daran, wie es mit so wenig Begegnung wie möglich durch Umkleiden und Duschen und wieder raus gehen kann“, so Gluiber. Die vom Land verlangten Rahmenbedingungen seien indes noch nicht bekannt. „Wir wissen noch nicht, ob wir die Adressen der Besucher erfassen müssen und wie viele Leute gleichzeitig ins Bad dürfen. Wird es von der Größe der Umkleiden oder von der Größe der Wasserbecken abhängen?“

Das bisher allein durch die fehlenden Einnahmen in der Corona-zeit entstandene Defizit beziffert Gluiber mit 1,4 Millionen Euro, und täglich wird die Summe höher. „Die Therme läuft weiterhin. Die Filter müssen gespült werden und das Wasser im Kreislauf bleiben.“ Daher bleiben auch die laufenden Kosten - auch für das Personal, das sich in Kurzarbeit befindet.

„Wir könnten starten, wenn wir die Erlaubnis haben“, sagt Gluiber, der sich auch eine stufenweise Öffnung vorstellen kann: zuerst den Außenbereich, dann den Innenbereich und zuletzt die Saunen.

Der Kurdirektor verspricht, dass vor der Pandemie gekaufte Wertbänder und Wertgutscheine weiterhin gültig sind. „Nur bei Freikarten können wir die Gültigkeitsdauer leider nicht verlängern.“Lutz Selle

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