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Bereit für Bänkleshocker

Spende Die Ortsgruppe Owen im Schwäbischen Albverein hat dem Hauptverein als Eigentümer der Teck vier neue Sitzbänke gespendet. Sie werten nun den Aufenthaltsbereich vor dem Burgtor auf. Von Iris Häfner

Burg Teck, Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Owen spendet neue Bänke , Abschluß Renovierung
Burg Teck, Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Owen spendet neue Bänke , Abschluß Renovierung

Das Wetter ist besser als prophezeit, die Temperaturen für eine Wanderung vom Hörnle-Parkplatz auf die Teck perfekt. Die Ortsgruppe Owen im Schwäbischen Albverein hat auf das Wahrzeichen eingeladen - genauer gesagt auf den Aussichtplatz in der Kurve vor dem Burgtor. Der Grund: Aus Anlass der gelungenen Renovierung der Teck übergibt sie offiziell vier Sitzbänke an den Hauptverein, den Eigentümer der Burg.

„Die alten Bänke sind in die Jahre gekommen und nicht mehr schön anzusehen. Wir wollten diesen einen, letzten Mangel beseitigen“, erklärt Norbert Rumberger, Vorsitzender des Owener Albvereins. Von diesem Platz aus hätten die Besucher den ersten Kontakt zur Burg. „Die alten Bänke waren nicht die allerbeste Visitenkarte für den Albverein, deshalb haben wir sie ausgetauscht“, sagt er weiter. Stefan Tischer, Naturschutzwart beim Owener Albverein, hat mit seinem Bruder Michael, Schreinermeister, die neuen Bänke gebaut. „Wenn wir schon die Kompetenz im Verein haben, wissen wir sie für uns zu nutzen“, lobt Norbert Rumberger seine Mitstreiter. Die Sitze sind wieder aus Holz, die Füße dagegen aus Stein. „Damit wollten wir die Verbindung zur Burg herstellen“, so der Ortsvereins-Vorsitzende. Aufgestellt sind sie im Halbrund, sodass man von dort nach Norden, Osten und Westen schauen kann.

Owens Bürgermeisterin Verena Grötzinger freut sich über das gute Verhältnis zwischen Stadt und Albverein. „Die Teck ist unser Wahrzeichen und Aushängeschild für die ganze Region“, sagt sie bei dem Empfang. Sie hebt die Bedeutung der ehrenamtlichen Vereinsmitglieder hervor, die rund um den Teckberg aktiv sind - sei es bei der Landschaftspflege als auch beim Müllsammeln. „Es ist wichtig, dass es Menschen gibt, die schützen und pflegen und somit einen Mehrwert für alle schaffen“, so Verena Grötzinger. Das Entree zur Teck sei für die ankommenden Wanderer ein schöner Ort geworden.

Dr. Hans-Ulrich Rauchfuß, seit 2001 Präsident des Schwäbischen Albvereins, freut sich über die Bankspende. „Ich finde es großartig, was hier vor Ort geleistet wird“, sagt er. Die Teck begleitet ihn mit sämtlichen Hochs und Tiefs seit über 20 Jahren. Aus dem Stegreif weiß er viel zu erzählen. So hat er als Präsident recht zügig die „Sache mit dem Wasser“ in die Hand genommen, denn „das Wasser muss man hoch und runterbringen“. Der Klärwagen musste einst sechsmal im Jahr anrücken, was bei Glatteis nicht immer möglich war. Somit drohte immer mal wieder die vorübergehende Schließung des Wanderheims. Die „Oberflächenwassergeschichte“ war irgendwann nicht mehr wirklich zeitgemäß. So wurde der Beschluss gefasst, eine etwa zwei Kilometer lange Leitung zu bauen. „Der neue Präsident vergräbt das Geld in den Boden, hieß es. Doch 14 Tage bevor die Leitungen fertig waren, ist das Oberflächenwasser versiegt. Das THW musste mit großen Tankwagen kommen“, erinnert er an seine erste Maßnahme auf der Teck.

Es folgten weitere Sanierungen. In jedem Zimmer gibt es jetzt eine Nasszelle, das Dach wurde erneuert, damit kein „Flugschnee“ mehr ins Gebäude dringen kann, Mauerwerk und Turm wurden generalüberholt. „Die Salzmannstube haben wir auch wieder hergerichtet“, sagt Hans-Ulrich Rauchfuß - Dr. Valentin Salzmann war der erste Präsident des Albvereins. All das verschlang viel Geld. „Wir haben eine große Spendenaktion ins Leben gerufen, sonst hätten wir uns das nicht leisten können - und heute profitieren viele Menschen davon“, so Hans-Ulrich Rauchfuß. An den Absturz der Mauer 2010 denkt er heute noch mit Schrecken zurück und ist froh, dass niemand zu Schaden kam.

Erich Haas, Vorsitzender des Teck-Neuffen-Gaus, freut sich ebenfalls, dass der Platz vor der Burg aufgewertet wurde. „In der Corona-Zeit haben sich die Menschen hier versammelt.“ Der Burghof war verschlossen.

Burg Teck, Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Owen spendet neue Bänke , Abschluß Renovierung
Burg Teck, Schwäbischer Albverein, Ortsgruppe Owen spendet neue Bänke , Abschluß Renovierung
Vor dem Burgtor lässt sich der Blick in drei Himmelsrichtungen auf neuen Bänken genießen. Bei ihnen stehen das Teck-Pächterehepa
Vor dem Burgtor lässt sich der Blick in drei Himmelsrichtungen auf neuen Bänken genießen. Bei ihnen stehen das Teck-Pächterehepaar Bogner, Norbert Rumberger, Verena Grötzinger, Hans-Ulrich Rauchfuß und Erich Haas (von links). Michael Tischer vom Owener Albverein legt letzte Hand an die neuen Bänke an. Fotos: Markus Brändli
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