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Bezirkskantor Ralf Sach stellt geklaute Musik vor

Kirchheim. Eigentlich ist es ein ernstes Thema: Komponisten veröffentlichen unter ihrem Namen Musikwerke, die sie nicht selber geschrieben haben. Bach hat das getan, Händel sowieso, Mendelssohn, Beethoven - eigentlich alle. Entschuldigt wird dies oft damit, dass Komponisten vergangener Jahrhunderte gern ihre Bewunderung für Kollegen zeigten, indem sie deren Ideen adaptierten.

So, wie beispielsweise das Aufblitzen eines Stücks von Dieterich Buxtehude in der letzten Goldberg-Variation von Johann Sebastian Bach. Allerdings prangerte bereits der große Musiktheoretiker der Barockzeit, Johann Mattheson, entnervt an, dass sich Georg Friedrich Händel ziemlich ungeniert an seinem geistigen Eigentum bediente. Und er tröstete sich damit, dass ein solch berühmter Mann seine Musik schon nicht verschlimmern wird.

Genau um dieses pikante Thema geht es bei der „Orgelmusik zur Marktzeit“, die vom 1. August bis 12.  September immer samstags um 11  Uhr in der Kirchheimer Martinskirche stattfindet. Bezirkskantor Ralf Sach begibt sich dann in den Dschungel der musikalischen Originalität. Der Eintritt ist stets frei. pm/Foto: pr

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