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Bezirkspokal wird zu Ende gespielt

Fußball Weder Losentscheid noch Abbruch: Der Wettbewerb wird auf sportlichem Wege ausgetragen – wann, ist unklar.

Kirchheim. Es gab so einige Unklarheiten und Spekulationen, die in den vergangenen Tagen bei den Fußballklubs im Württembergischen-Fußballverband (WFV) die Runde gemacht haben. Denn während die Ligarunde 2020/21 längst abgebrochen ist, debattierten die Vereine gemeinsam mit den WFV-Verantwortlichen, was nun mit den offiziell noch laufenden Pokalwettbewerben in den 16 Bezirken geschieht. Diese müssen bis spätestens 4. Juli ihre Pokalsieger und damit den Teilnehmer am WFV-Pokal 21/22 melden. Im Bereich Neckar-Fils könnten das die vier Halbfinalisten VfL Kirchheim, JC Donzdorf, 1.FC Donzdorf oder 1.FC Rechberghausen sein

Verschiedenste Möglichkeiten wurden dabei in Betracht gezogen - beispielsweise die Ermittlung eines Siegers per Losentscheid oder die Angabe eines Vereins durch den jeweiligen Bezirksleiter. Diesen Alternativen hat der Verband in seiner jüngsten Sitzung aber nun doch ein Ende gesetzt und den Bezirksvertretern ausschließlich sportliche Wege zur Verfügung gestellt. Zur Wahl standen drei Optionen: Wenn es pandemiebedingt möglich sein sollte, bis spätestens 4. Juli einen Pokalsieger auszuspielen, wird der Titelträger ebenfalls für den WFV-Pokal gemeldet. Da dies aufgrund der momentanen politischen Lage aber äußerst unwahrscheinlich scheint, gab es auch die Wahlmöglichkeit für eine spätere Austragung der Endrunde oder aber den sofortigen Abbruch des Pokals - in beiden Fällen würde somit auch keines der Teams am WFV-Pokal teilnehmen.

Los wäre Option gewesen

„Eine sportlicher Wettbewerb wäre natürlich allen Beteiligten am liebsten, aber da müssen wir einfach realistisch sein, dass das bis 4. Juli nicht umsetzbar sein wird“, sagt Neckar-Fils-Bezirkschef Rainer Veit, der seine Stimme der späteren Austragung des Final Fours gab - sofern der Stichtag am 4. Juli verstreichen sollte. Der 62-Jährige bestätigt zudem, das Losverfahren zwischenzeitlich immer stärker in Betracht gezogen zu haben. „Damit hätte ich durchaus leben können und auch unsere vier Halbfinalisten wären mit dieser Notlösung sofort einverstanden gewesen. Was für mich hingegen nie infrage kam, war, eigenhändig einen Klub auszusuchen, - aber diese beiden Optionen waren am Ende ja sowieso vom Tisch“, resümiert Veit.

Klar ist somit: Es wird einen Bezirkspokalsieger Neckar-Fils geben, der auf sportlichem Wege ermittelt wird. Der WFV-Pokal allerdings, der planmäßig am 24./25. Juli mit der ersten Runde starten soll, geht aller Voraussicht nach in diesem Jahr mit 16 Mannschaften weniger an den Start. leni

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