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Bodenverbrauch für die Industrie

Zum Artikel „Ökologie und Ökonomie sind nicht zwangsläufig Gegensätze“ vom 17. September

Nicht etwa, dass alle Angesprochenen miteinander verbandelt wären. Sie sitzen aber faktisch alle in einem Boot, von Vertretern der IHK bis zu Gewerkschaften. Allen geht’s um florierendes Geschäftsleben und Arbeitsplätze in gewohnten Bahnen. Soweit zu Herrn Kenner. Zur Bundestagswahl soll man sich an den Wert von Demokratie erinnern, auch an den Wert von Bürgerbeteiligung, den Frau Pfau-Weller hoch einstuft unter Maßgabe ausreichender Informationen. Aber welche anständige Wissenschaft empfiehlt uns Gleichwertigkeit von Argumenten, Äpfeln und Birnen?

Finanzierungsgrundlagen der Kommune, zukünftige Ausbildungs- und Arbeitsplätze scheinen die Themen der einen Seite, lokale Landwirtschaft das Hauptargument der Leserbriefschreiber. Beim Blick in die Zukunft kann es nicht nur um Korrekturen an Tendenzen gehen. Bereits Pandemie und Katastrophen sind neue Aufgaben. Dabei geht’s um intellektuelle Kriterien. Schüler vergessen nahezu alles (kürzlich in dieser Zeitung zu lesen) in Naturwissenschaften, was angesichts ihrer späteren Energieverwendung und politischer Mitwirkung zu Fehlern führt. Kinder verwenden ihre Intelligenz für Kräftemessen in jeweiligen ­„Selbstverständlichkeiten“, bleiben lebenslang beeinflussbar.

Was mich an Zukunftsplanungen nachdenklich macht, ist so manche plötzliche Eile. Das ist wie bei Sonderangeboten im Internet, „schnell zugreifen, alles muss raus!“ Das gilt auch für die „Ware Geld“ bei Nullzinsen. Ökologisch verliert die angedachte Brennstoffzelle, wenn Elektrolyseure nicht stromspitzentauglich werden. Seit 1948 verbrauchen wir Boden für vielerlei Wünsche und kurzlebige Industrien.

Karl Dannenhauer, Weilheim

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