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Böse Verhinderer

Zu den Artikeln „Retter für den VfB?“ und „CDU: Bürgerentscheide über Bauland abschaffen“ vom 13. Februar

Wir werden informiert, da wir demnächst wieder unsere Wählerstimme abgeben sollen. Ganz „wichtig“, auf Seite eins vorgestellt: „Retter für den VfB?“ Darunter die CDU: Landtagsfraktionschef Wolfgang Reinhart: „Wir sind der Meinung, dass das Instrument der Bürgerentscheide beim Thema Bauen unnötig ist und wegfallen sollte.“

www.bauernverband.de meldet für 2012-13 zur wirtschaftlichen Bedeutung des Agrarsektors: „Ihr (sein) Anteil an der Bruttowertschöpfung macht heute 0,9 Prozent, an Erwerbstätigen rund 1,6 Prozent aus.“ Acht Jahre später? Die paar Wählerstimmen werden eher schlecht ersetzt durch städtische Freunde von Streuobstwiesen, Weinbergen und Ersatzbiotopen, - durch Jungakademiker, die weder Disteln noch Jakobskreuzkraut anfassen. Die Grünen haben schon viele Positionen aufgegeben, seit sie sich einst von ihren Gründern Petra Kelly und dem ach so reaktionären Herbert Gruhl distanzierten, 1981. Wie lange können sie ihre Position zu Bürgerentscheiden noch verteidigen? Wo bleibt „bauen auf Pachtland“?

Es ist nicht weit zur Erkenntnis, dass der 70 Jahre anhaltende inländische und weltweite Erfolg bundesdeutscher Wirtschaft durch Schwächen der Demokratie und blankem Opportunismus von Wählern bedingt war.

Diverse Browser-Werbung bietet sechs Prozent Jahres-Gesamtrendite in Sachen Wohnungsbau (ach so!). Es bietet sich daher an, wenigstens ökologisch in Holz zu bauen mit unversiegelten Wohnstraßen und begrenzter Lebensdauer. Deutschlands Zukunft als verlängerte Werkbank Ost- und Süd-Asiens, energieabhängig von Saudis, Russen und Iranern, wird keine hoch qualifizierten Zuwanderer locken, eher solche, die uns beim Bahnfahren bisweilen Gefühle von „ungeschützt sein“ vermitteln, wobei wir wieder beim Fußball wären (nebenbei auch beim geliebten Auto).

Karl Dannenhauer, Weilheim

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