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Brüskierung des Klinikpersonals

Zum Artikel „Sind hin und her geschwankt“ vom 12. Februar

Dass man Leuten wie Bernd Gögel unser Land nicht anvertrauen kann, zeigt unter anderem das Februar-Interview im Teckboten: Dort demonstriert er seine Unfähigkeit, Corona-Realitäten zu begreifen. Auf die Frage: „Besorgt es Sie nicht, wenn die Klinikbelegungen steigen?“, antwortet er tatsächlich: „Die Klinikbelegungen sind gestiegen, waren aber diesen Winter noch nicht über 80 Prozent.“

Was will Gögel? Eine zu 120 Prozent belegte Klinik? Ist dann Corona erst bedenklich? Offensichtlich ist ihm die Situation der Patienten und der Krankenhäuser total egal. Dazu bedarf es schon einer skrupellosen Eiseskälte, wenn man sich derart zynisch präsentiert. Dass wir an Überbelegungen plus Triage nur knapp vorbeigeschrammt sind, ist ja gerade ein Verdienst des Lockdowns! Das hat er wohl nicht kapiert.

Ebenso erschreckend ist seine Reaktion auf die Feststellung: „Die Intensivkapazitäten sind seit Anfang Dezember zu über 80 Prozent ausgelastet.“ Auf diesen Tatbestand geht er inhaltlich nämlich erst gar nicht ein. Diese Ignoranz ist eine respekt- und würdelose Brüskierung des gesamten Klinikpersonals unseres Landes. Dafür sollte er sich öffentlich entschuldigen - auch vor dem Hintergrund, dass seine Partei die Corona-Demostration im August 2020, die ohne Masken und Abstand durchgeführt wurde, mit viel Lob bedachte.

Wir Deutschen müssen uns gemeinsam diesen demokratiezersetzenden und unpatriotischen Kräften unerbittlich und mit aller Macht entgegenstellen und ihnen ihre verlogene Maske des angeblich Konservativen, Seriösen wo es geht herunterreißen - im Alltag wie auch in der Politik. Appeasement ist fehl am Platz. Unser deutsches Volk hat wahrhaftig und unbedingt etwas Besseres verdient.

Ulrich Haussmann, Kirchheim

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