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BSE treibt die lokalen Bauern zum Wahnsinn

Archivfoto: Markus brändli
Archivfoto: Markus brändli

Der BSE-Skandal erschütterte vor 25 Jahren ganz Deutschland. Bilder von Rindern, die sich nicht mehr auf den Beinen halten konnten, prägten sich ins Gehirn. Und obwohl die Seuche vorwiegend in England wütete, waren auch die deutschen „Fleischzähne“ verunsichert. Niemand wollte den „Rinderwahnsinn“, wie BSE auch genannt wurde. Wie im Teckboten damals zu lesen war, war der Skandal auch für die Bauern in der Region kein Zuckerschlecken, obwohl bei heimischen Rindern kein einziger BSE-Fall aufgetreten war. Trotzdem brachen die Umsätze bei Landwirten wie Hans Ederle aus Bissingen drastisch ein. Und auch die Metzger wie Gerhard Riethmüller klagten über enorme Umsatzverluste, die zwischen 35 und 50 Prozent lagen. Der Rat, den sie bereits damals ihren Kunden gaben, hat heute an Aktualität nichts verloren: „Kauft in der Nähe, wo ihr euch auskennt“ - regionale Produkte als Lösung. Heute spielt BSE keine Rolle mehr, vielen jungen Menschen ist der Skandal von damals sogar völlig unbekannt. Die Älteren spüren aber immer noch eine Nachwirkung. Das leckere Hirnsüppchen ist immer noch von den meisten Speisekarten verbannt.esy


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