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Bürger müssen befragt werden

Zum geplanten Gewerbegebiet „Dettinger Hungerberg“

Herr Kiefer schreibt in seinem Leserbrief vom 4. März, dass er den Überblick über all die Leserbriefmeinungen verloren hat. Angesichts der vielen unterschiedlichen Leserbriefe ist das auch nicht verwunderlich. Eines lässt sich aus dieser vielfältigen Beteiligung jedoch ganz klar erkennen: Das geplante riesige Gewerbegebiet bewegt die Bewohner der Region intensiv.

In den zurückliegenden Wochen habe ich mich mit vielen Anwohnern unterhalten. Bei allen herrscht großes Entsetzen darüber, was unsere Gemeinderäte da über unsere Köpfe hinweg durchsetzen möchten. Natürlich wurden die Gemeinderäte demokratisch gewählt. Das gibt diesem Gremium jedoch nicht das Recht, aus unserer schönen Stadt inmitten einer sehr schönen landwirtschaftlich geprägten Region eine hässliche, lärmende und stinkende Industrie­zone zu machen. Dieses Mandat haben die Gemeinderäte bei der letzten Wahl nicht automatisch mitbekommen.

Andere Kommunen in der Region Stuttgart, in denen zuvor wegen eines Gewerbegebiets dieser Größe angefragt wurde, haben angesichts der Ablehnung in der Bevölkerung Nein gesagt. Wir sollten jetzt nicht die Rolle des „gutmütigen Dorftrottels“ spielen und dies alles über uns ergehen lassen.

Ich fordere deshalb von unseren Bürgermeistern mit Gemeinderäten, dass in diesem wichtigen Thema die Bürger befragt werden. Nur so kann verhindert werden, dass es zu einem langfristigen Bruch zwischen Bewohnern und Gemeinde­räten kommt.

Joachim Gübele, Kirchheim

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